Donnerstag, 10. September 2009

Die letzten Vorbereitungen laufen

Die letzten Wochen in Berlin waren schwieriger als gedacht. Immer mehr Probleme tauchten auf, wurden dann aber doch mit Bravour gemeistert. Zunächst stellte sich die Wohnungssuche auf einem anderen Kontinent doch ein wenig schwerer dar als ich gehofft hatte. Immer wieder bekam ich gute Angebote für Zimmer direkt an der Strandpromenade, doch im letzten Moment hat mir dann doch immer ein Amerikaner meinen sicher geglaubten Platz vor der Nase weggeschnappt.

Letztendlich habe ich dann letzte Woche unverhofft doch noch ein WG Zimmer gefunden! Für das Fall Quarter, d.h. bis 14. Dezember, werde ich in einer 4er WG mit drei sehr netten Amerikanerinnen zusammenleben. Alle drei waren im Laufe ihres Studiums schon in Europa, eine sogar in Deutschland und wissen somit genau wie sie mir in den ersten Tagen helfen können. Das Problem an der Sache ist nur, dass das Zimmer nicht möbliert ist und ich die erste Nacht wohl auf dem Boden schlafen muss.

Das nächste Problem war mein neues Laptop. Plötzlich war die Lüftung so unerträglich laut, dass sie ausgetauscht werden musste. Also schickte ich es in Reparatur und das zwei Wochen vor Abflug. Ich hatte schon befürchtet ohne meinen wichtigsten Besitz zu starten. Gottseidank sind die Techniker von Sony sehr schnell, sodass ich mein Vaio schon nach einer Woche wieder abholen konnte.

Dann kam meine Abschiedsparty, (Vielen Dank an alle die da waren!) die leider ein wenig verregnet war. Wir mussten schon relativ früh vom Park in meine Wohnung umziehen, wo dann alles ein wenig improvisiert war. Dennoch hab ich mich über jeden gefreut, den ich noch mal wiedersehen konnte!

Unglücklicherweise hab ich mir dann auch noch beim letzten Beachsoccer-Training in Berlin gleich beim ersten Schuss aufs Tor meinen Fuß wieder kaputt gemacht. Und werde nun vermutlich für eine längere Zeit nicht Fußball spielen können. Das wird hart mit dem Strand direkt vor der Haustür...

Meine letzte Woche in Berlin hab ich dann mit arbeiten verbracht. Auf der IFA haben wir das Catering für Bosch übernommen und mit ca. 50 MEPern einen wie ich finde großartigen Job gemacht. Leider hat mich diese Woche in der klimatisierten Messehalle echt krank gemacht, sodass ich jetzt eine richtig heftige Erkältung habe, und was noch viel schlimmer ist, ich hab keine Stimme mehr und kann nur noch krächtzen. Ich hoffe man lässt mich so morgen überhaupt einreisen...

Aber einen Zweck haben die 10 Arbeitsstunden täglich erfüllt: Verdrängung. Ich hatte bisher nicht die Zeit nervös zu werden...

Jetzt sind es nur noch 12 Stunden bis zum Abflug, aber real ist das ganze für mich immer noch nicht. Zwar sind die Koffer gepackt, die letzten Euros in Dollars umgetauscht, meine Kündigung bei Mep unterschrieben und nahezu alle Freunde verabschiedet und doch kann ich mir einfach nicht vorstellen morgen abend schon am anderen Ende der Welt zu sein und mein Leben hier zurückzulassen ...

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