Donnerstag, 15. April 2010

Das Ende des Winters

Ich bin leider etwas hinterher mit meinen Blogeinträgen, es ist einfach zu viel passiert… daher hier eine kurze Zusammenfassung der letzten paar Wochen:

Gleich nachdem ich völlig fertig aus Philadelphia zurückgekommen bin stand schon die letzte Unterrichtswoche der Winter Quarters an. Ich habe mich diszipliniert eine Woche lang nur an meinem Schreibtisch aufgehalten und mein Zimmer nur verlassen um zur Uni zu gehen oder Kaffee zu kochen. Ich habe in dieser Woche sämtliche Outlines nachgeholt, die ich das gesamte Quarter vor mir hergeschoben hatte. Erst am Freitag Abend habe ich mir dann erlaubt auf eine Party zu gehen, aber auch nur weil es die Abschiedsparty von Silvan, Michael und Benny war, die leider alle zurück nach Deutschland mussten. Es wurde ein sehr lustiger Abend mit vielen leckeren Cocktails. Nichtsdestotrotz habe ich mich am Samstag wieder fleißig an meinen Schreibtisch begeben, aber abends konnte ich dann nicht widerstehen Rebecca’s Geburtstagsparty bei 6767 DP zu besuchen. Ich konnte ja schließlich den erfolgreichen Abschluss all meiner Outlines feiern ;-) Sonntag war ich dann leider übelst verkatert und hab mal einen Tag mehr oder weniger Pause gemacht.

Am Montag ging es dann los mit der Final Week. Die Bibliothek war krachend voll, aber da meine Roommates alle da waren (außer Torrey, die schon mit allem fertig war), bin ich eben auch mit gegangen. Das lernen dort war dann auch sehr produktiv und wurde nur von meinem Besuch beim Orthopäden am Dienstag unterbrochen. Die Schiene an meinem Handgelenk durfte ich nun endgültig abnehmen und die anfängliche Steifheit des Gelenks hat sich mittlerweile auch gegeben :-D

Ich hab dann also am Donnerstag und Freitag meine Finals in Sportpsychologie und Sport Management geschrieben und hab wegen dem lernen dafür leider den St. Patrick’s Day mit dem traditionellen UCSB Undie Run (große Gruppe betrunkener UCSB Studenten in Unterwäsche die durch IV rennen) verpasst. Die Finals sind allerdings relativ gut gelaufen und ich hatte sogar schon den Großteil meiner verbleibenden Hausarbeit geschrieben.

Ich hab am Freitag Abend dann leider den Fehler gemacht Johannes Geburtstag zu feiern, anstatt meine Hausarbeit zu Ende zu schreiben. Ibuprofen (die ich noch für mein Handgelenk nehmen musste), eine Flasche Wein, Tequila, und Vodka haben sich als eine sehr schlechte Mischung bewiesen, sodass ich am Samstag mit dem schlimmsten Kater meines Lebens aufgewacht bin. Ich musste bis nachmittags um 4 in meinem Bett bleiben, konnte nichts essen oder trinken und hab mich einfach nur schlecht gefühlt. Aber ich musste ja noch meine Hausarbeit zu Ende schreiben…

Ich hab dann die Nacht von Samstag auf Sonntag durchgearbeitet und eine respektable Einleitung und Schlussteil geschrieben, sodass ich Sonntag morgens um 6 endlich mit dem Winter Quarter fertig war!

Nach drei Stunden schlaf hab ich dann meine Tasche gepackt, bin mit Alison im Bagel Café frühstücken gegangen, hab mein Paper ausgedruckt und dann gings auch schon los auf unseren Spring Break Trip in die Berge!

Mit Lyndsay, Melissa, Valerie, und Alison die ich alle vom Snow Team kenne, bin ich zunächst nach Oakdale gefahren, ins Haus von Alison’s Eltern. Uns wurde ein leckeres Dinner gekocht und wir haben mit der ganzen Familie gegessen. Es war interessant noch eine andere Amerikanische Familie kennen lernen zu dürfen, vor allem, weil diese so anders war. Das Haus stand mitten auf einem Golfplatz, den man von der Hintertür aus gleich betreten konnte. Zudem gab es auch noch einen Pool und einen Whirlpool im Garten, das ganze hat mich ein wenig an das perfekte Amerikanische Anwesen erinnert. Auch die Familie war ein wenig wie aus Pleasantville wie es Lyndsay treffend beschrieben hat. Nach dem Essen hat sich die Familie im Wohnzimmer um das Klavier versammelt und hat angefangen zu musizieren. Auch wir Gäste wurden dazu animiert mitzusingen. Wir waren allerdings viel zu erschöpft und müde (ich wegen Schlafmangel in der Nacht zuvor, Lyndsay und Val weil sie am Wochenende in Mexiko gewesen waren und die ganze Strecke von San Diego bis Oakdale an einem Tag gefahren waren) Uns wurden unsere Betten gezeigt und ich bin friedlich im Bett von Alison’s Schwester eingeschlafen.

Der Pool

Der Golfplatz

Das Wohnzimmer

Am nächsten morgen (Montag) haben wir in Oakdale nur schnell gefrühstückt und sind dann 1,5std nach Pinecrest gefahren, in die Skihütte von Alison’s Eltern. Wir haben nur unser Gepäck abgestellt und uns umgezogen und sind dann den Rest des Tages Ski gefahren in Dodge Ridge. Das Gebiet war sehr klein (6 Lifte) und der Schnee war schon ganz matschig, aber es war schönes Wetter und wir konnten die Lifte umsonst benutzen, weil niemand kontrolliert hat ob wir Pässe haben. Als wir nachmittags dann zurück in der Hütte waren mussten wir für ein paar Stunden richtig frieren, weil die Heizung nicht funktionierte und der Kamin den Alison’s Mom angemacht hatte (sie war uns am Nachmittag nachgereist) ein wenig brauchte um aufzuheizen. Wir haben Gesellschaftsspiele gespielt, heiße Schokolade getrunken und wurden mit einem köstlichen Dinner verwöhnt. Nach noch mehr Gesellschaftsspielen sind wir dann in unsere Betten gestiegen, die Dank beheizbarer Matratzen!!! mollig warm waren.

Am Dienstag haben wir dann erneut versucht umsonst in Dodge Ridge zu fahren, da uns 40$ für ein Tagesticket in einem so kleinen Gebiet dann doch etwas zu viel vorkamen. Leider hatten wir diesmal nicht so viel Glück und meine Ausrede man hätte mir als Austauschstudentin gesagt ich könne mit meinem Mammoth Saisonpass überall in Kalifornien fahren hat nur für eine Lift-Fahrt gereicht. Auf meinem Snowboard hab ich diese eine Fahrt genossen, doch dann haben Lyndsay, Val und ich uns von Alison und ihrer Mom verabschiedet und haben die lange Fahrt nach Mammoth auf uns genommen. Eigentlich wollten wir ja noch in Lake Tahoe einen Zwischenstopp machen, aber das mussten wir leider aus Geldgründen streichen. Zu allem Überfluss wurde Lyndsay dann auch noch beim zu schnell fahren erwischt und hat ein speeding Ticket bekommen. Abends um 9 waren wir dann endlich in unserem Cabin.


irgendwo in der Sierra

zwischen Tahoe und Mammoth, und was passiert wenn kalifornische Sonne auf Schnee trifft...

Am Mittwoch bin ich mit Lyndsay und ihrem Freund Willie nach June Mountain gefahren, weil das Wetter dort besser war als in Mammoth. Es war so warm, dass wir mittags unsere Jacken auf der Hütte gelassen haben. Den späten Nachmittag haben wir dann mit Aufräumen und Putzen des Condos verbracht, weil die Besitzer sich kurzfristig angekündigt hatten. Die sind dann aber erst am Donnerstag gekommen. Donnerstag war ich dann allein in Mammoth snowboarden und bin danach zur Looney Bean gelaufen, dem Coffee Shop mit Internet. Als die Besitzer dann weg waren und wir alle wieder ins Cabin durften bin ich wieder nach Hause gefahren und habe mich mit Yulia und noch ein Paar anderen Skiteamern ins Hot Tub (Whirlpool) gesetzt und ein Bier getrunken, mein erster Alkohol nach meinem Kater am Samstag. Leider ist mir das nicht so gut bekommen und ich hab wieder Bauchschmerzen bekommen. Spät abends, als ich eigentlich schon längst schlafen wollte aber nicht konnte weil alle anderen gefeiert haben , sind dann Silvan und Botho in Mammoth angekommen. Ich war super aufgeregt, Botho alles zu zeigen.

Am Freitag bin ich dann mit Silvan und Botho erneut nach June gefahren. Dort hatten wir wieder einen wunderbar sonnigen Tag. Diesmal bin ich Snowboard gefahren und konnte problemlos mit Botho auf Skiern mithalten. Ich werde immer besser auf meinem Board, oder besser gesagt auf Anna‘s Board, dass sie mir geliehen hatte. Nachmittags sind wir dann zu dritt wieder zur Looney Bean gefahren und danach erneut ins Hot Tub, diesmal für mich ohne Bier.

Samstag stand dann der Riesenslalom an. Vormittags bin ich im ersten Rennen 6. und im zweiten Rennen 5. geworden. Nachmittags hab ich mich dann von Haley (einer anderen Skifahrerin) überreden lassen aufs Snowboard umzusteigen und den Riesenslalom auch auf dem Board mitzufahren. Ich hatte übelst Schiss, bin aber im Endeffekt in beiden Rennen nicht letzte geworden, im ersten 17. und im zweiten um sage und schreibe neun Sekunden besser auf Platz 13 gelandet! Nachmittags bin ich dann mit Botho bis zum letzten Lift wieder Ski gefahren. Dann erneut Looney Bean, einkaufen bei Vons, und abends war ich dann allein im Cabin, weil alle anderen völlig betrunken zu einer Party gegangen waren. Da ich ja immer noch Magenprobleme hatte und keinen Alkohol trinken konnte bzw. wollte bin ich eben zu Hause geblieben.

Am Sonntag stand dann der Ski- Slalom auf dem Programm. Im ersten Lauf bin ich leider ganz blöd gestürzt, weil ich auf dem falschen Ski gestanden habe, der 2. Lauf war dann okay. Nachmittags war dann Skiercross. Ich habe mich mit sehr viel Spaß und Selbstvertrauen bis ins Halbfinale vorgekämpft bin dann aber leider um Haaresbreite gegen zwei Teamkameradinnen ausgeschieden. Im kleinen Finale, meinem allerletzten Skirennen für UCSB und wahrscheinlich auch dem letzen Rennen meines gesamten Lebens bin ich dann unglücklicherweise schwer gestürzt. In einem Cross Parcours sind ja viele Wellen bzw. Sprünge eingebaut. Zwei davon ziemlich dicht hintereinander. Ich habe leider den ersten Sprung nicht richtig landen können und stand dann zu weit hinten auf meinen Skiern, sodass ich den zweiten Sprung unmöglich kontrollieren konnte. Bin dann also, durch die Luft gesegelt und auf dem Rücken gelandet. Zunächst dachte ich, ich müsste sterben und hab vor Schmerzen geschrien, aber nach ein paar Minuten, als die Streckenposten schon bei mir waren, wurde es dann schon besser und ich konnte aufstehen und selbst ins Tal fahren. Die Fahrt nach Hause am selben Nachmittag war dann sehr schmerzhaft trotz voller Dosis Schmerzmitteln.

Am Montag morgen bin ich dann gleich in die Notaufnahme des Student Health Center‘s gegangen und die Röntgenbilder haben Gott sei Dank bewiesen, dass nichts gebrochen ist. Ich habe lediglich noch mehr Schmerzmittel verordnet bekommen, ein Muskel entspannendes Präparat für die Nacht und auch noch Magentabletten, damit ich die ganzen Medikamente verkrafte. Außerdem wurde ich an Krankengymnastik verwiesen.

Besser kann der Start in den Frühling und das neue Quarter doch gar nicht laufen!?

Ich durfte mich dann also von Vorlesung zu Vorlesung schleppen, meinen drei Sportlehrern erklären, dass ich an den ersten zwei Wochen des Unterrichts nicht teilnehmen kann, und musste auch noch mit den Auswirkungen der Schmerzmittel leben, die mir die Schmerzen nicht genommen haben, mich aber völlig schwindelig gemacht haben. Ich bin also jeden Tag zu meinem Athletic Trainer gegangen (Da hat man Zutritt wenn man in einem UCSB Sport Team ist und kann kostenlose sportmedizinische Beratung, Krankengymnastik und Therapie bekommen. Mein Rücken wurde täglich mit Elektro-Stimulation, Wärme und Kälte behandelt und hat sich von Tag zu Tag ein wenig gebessert.

Zudem wurde ich quasi dazu gezwungen jeden Abend zu feiern (ohne Alkohol natürlich, wegen der Medikamente!) Am Montag Michaels Abschiedsnacht, sein Flieger ging um 4uhr morgens, am Dienstag Sonnenuntergang auf meinem Balkon mit anschließendem Saufgelage in meinem Wohnzimmer, weil es Silvan’s Abschied sein sollte, Am Mittwoch war dann endgültig Silvan’s letzter Abend den wir bei Matt gefeiert haben. Am Donnerstag hab ich dann meine Schmerzmittel abgesetzt weil ich es satt war mich immer schlapp zu fühlen und bin dann abends mit Benny und Johannes zum Feiern nach Downtown Santa Barbara gefahren. Ich musste gehen, weil alle meine Freunde auch dort waren und ich in jeder Bar einem anderen Bekannten begegnet bin (von hier an wieder mit Alkohol). Freitag war dann Elyssa’s Geburtstagsparty, die legendäre Snowdub Party und Becca’s Geburtstagsfeier, die ich mir alle nicht entgehen lassen durfte und am Samstag war dann Torrey’s Geburtstags Party, die klassisch beim Sonnenuntergang mit Live Musik auf unserem Balkon gefeiert wurde. Abends war dann noch Mikey’s Geburtstagsparty, auf der alle Mitglieder des Snow Teams anwesend waren und DJ Gonz für uns aufgelegt hat, mit dem DJ Pult auf dem Dach. Eine legendäre Partywoche, trotz schmerzendem Rücken!!!

Phil und Andrew auf Torrey's Party

Eli, Anna, Vanessa, Michelle

Torrey, Lindsey, Vanessa, Michelle

DJ Gonz auf Mikey's Geburtstagsparty

Am Montag, nachdem die Betäubung des ganzen Alkohols wieder weg war, tat mein Rücken dann wieder mehr weh, sodass mir geraten wurde noch ein paar Tage Ibuprofen zu nehmen, damit sich die Entzündung legt. Ich hab also wieder fleißig jeden Tag Therapie bekommen, habe auch für meine Vorlesungen schon viel gelesen und auch schon zwei Hausaufgaben abgegeben und ein Research Projekt angefangen: Ich mache eine Ethnografische Studie über das UCSB Men’s Soccer Team, d.h. ich beobachte richtig gute Fußballer beim Training und habe Gelegenheit mit ihnen zu reden. Keine schlechte Aufgabe.

Am Donnerstag hat dann wieder das Feiern überhand genommen. Es stand die Geburtstagsparty von meiner Mitbewohnerin Eli an, unter dem Motto “Under the Sea” ich habe mich als Hai verkleidet, aber leider dachten alle ich hätte mir Engelsflügel umgebunden… hab wahrscheinlich nicht den richtigen Gesichtsausdruck gemacht ;-) Die Party wurde riesengroß und dauerte bis morgens früh um 4... Am Freitag wurde abends dann mal wieder Beer Pong in meinem alten Appartment gespielt und dann war auch noch Bennys tatsächliche Abschiedsparty.

Keystone Light Dolphin Shark ;-)

Am Samstag war dann ein langersehnter Tag: FLOATOPIA. Bei diesem Event schwimmen alle UCSB Studenten und ihre Gäste auf Luftmatratzen und allem anderen das schwimmt auf das Meer hinaus. Zudem ist am Strand groß Party und alle sind einfach nur den ganzen Tag betrunken und fröhlich. Dummerweise ist das ganze im letzten Jahr etwas außer Kontrolle geraten, sodass viele Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus mussten, die Umwelt komplett zerstört wurde und sogar Leute versucht haben die Klippen hinauf oder herunter zu klettern. Nach diesem Event hatte die Polizei ein Alkoholverbot für den Strand in IV verhängt und nach den Ankündigungen für das diesjährige Event alle Strände für diesen Tag gesperrt.
Aber davon lassen sich UCSB Studenten natürlich nicht abhalten. Da es eh kühl und bewölkt war haben wir die Party eben auf DP verlagert, wo so ziemlich jedes Haus eine öffentliche Party veranstaltet hat. Alle Leute sind in Bikini und Badehose durch die Straßen gelaufen, völlig betrunken, das ganze hatte fast Halloween Dimensionen. Auch die Polizeipräsenz hat an Halloween erinnert. Es ist aber alles friedlich geblieben und alle waren einfach nur happy. Wasserpistolen, Planschbecken und Wasserrutschen haben den Strand ersetzt und den Meerblick hatten wir ja trotzdem.

Abends ging es dann natürlich mit feiern weiter, ich bin diesmal mit meinen Roommates Jaclyn, Eli, Anna und Alex von Party zu Party gezogen. Ein sehr langer und lustiger Tag gefolgt von einer langen Nacht!

Jaclyn und ich

die Polizei und ihr fahrbarer Untersatz von unserem Balkon aus... wir haben gelegentlich mal rübergewunken :-D

alle wollten meine Sonnenbrille haben

kreatives Haarstyling

Party im Nachbarhaus von meinem Balkon aus und menschenleerer Strand

gesperrter und bewachter Strandzugang

Nach der Wasserpistolen Attacke

Kamera kaputt...

Die nächste Woche des Spring Quarters ging dann wieder produktiv weiter, mit jeder Menge Hausaufgaben. Ich konnte auch endlich an meinen Sportkursen teilnehmen, worüber ich mich sehr gefreut habe: Fitnesstraining, Tennis, und vor allem Fußball. Mein Rücken schmerzt fast gar nicht mehr und ich konnte sogar mit dem internationalen Team wieder an den Intramurals teilnehmen.

Jetzt freue ich mich, dass morgen Karo für zwei Wochen zu Besuch kommt, und hoffe, dass ich in dieser Zeit die Uni nicht zu sehr vernachlässige, denn langsam beginnt die ernstere Phase des neuen Quarters…

Sonntag, 4. April 2010

Fulbright Enrichment Seminar in Philadelphia

Am Mittwoch Abend bin ich von Santa Barbara aus losgeflogen, in einer 20 Mann Maschine, nach Los Angeles. Der Pilot hat vor dem Flug selbst die Propeller gecheckt und die einzige Stewardess an Board hat noch nicht einmal die Lautsprecher benutzt um die Sicherheitsvorkehrungen zu erklären. Kaum gestartet sind wir auch schon wieder in den Landeanflug auf L.A. wo ich dann 2 Stunden auf meinen Anschlussflug nach Philadelphia warten musste. Mit Burger King und ein wenig planlos durch die Gegend laufen verging die Zeit dann aber einigermaßen schnell. Der Flug von L.A. nach Philadelphia war dann weniger entspannend, wie das halt so ist wenn man um 10uhr abends in den Flieger steigt und am nächsten morgen zur unchristlichen Zeit viertel nach 6 landet. Ich habe zwar mehr oder weniger geschlafen im Flugzeug, aber bei einem vollbesetzten Flugzeug ist das eher ungemütlich… Auch die Zeitverschiebung hat das ganze nicht leichter gemacht…

Völlig übermüdet hab ich dann auf dem Philadelphia International Airport den Shuttle ins Hotel gesucht, wo ich dann auch gleich zwei andere Fulbrighter getroffen habe: Olav aus Norwegen und Antonio aus Kalifornien, die beide zur Zeit in San Francisco studieren. Im Hotel - Doubletree- bin ich dann erstmal in mein Zimmer und hab versucht wenigstens noch ein paar Stunden zu schlafen, bevor es mit dem Programm losging. Dummerweise war ich mittlerweile so wach, dass ich nicht mehr schlafen konnte und hab dafür den Fitnessbereich des Hotels ausprobiert :-)

Um 10 ist dann auch Hans angekommen, ja der Hans der in Berlin mit mir am JFKI studiert und wir wollten uns in der Stadt zum Sightseeing treffen. Ich bin leider in die falsche Richtung gelaufen, sodass wir uns verpasst haben, aber dafür haben wir im Hotel zusammen Lunch gegessen und noch weitere Fulbrighter getroffen.

Nachmittags hab ich mich dann mit Sarah getroffen, die auch aus Berlin vom JFKI ist und zur Zeit in Philadelphia an der U Penn studiert. Zusammen haben wir eine ausführliche Stadttour gemacht, haben Erfahrungen ausgetauscht und einen Kaffee getrunken.


Die Liberty Bell

Vor der Independence Hall

Am Rittenhouse Square

Ein sehr schöner Nachmittag an dem ich die kleinen, schönen Ecken Philadelphia’s kennen lernen durfte! Danke Sarah!

Zurück im Hotel hab ich dann meine Willkommensbroschüre und sämtliche Informationen über das Seminar bekommen und hab auch meine Zimmernachbarin getroffen, Houda aus Algerien. Und um 6:30 gings dann auch schon los mit dem ersten Programmpunkt: Willkommensdinner. Es wurden jede Menge Reden gehalten, die meisten eher langweilig und vor allem viel zu lang. Das Dinner an sich war okay, auch wenn der Service meiner Ansicht nach nicht dem eines Sterne Hotels würdig war. Am besten waren jedoch die anderen Fulbrighter. Es wurde immer wieder betont, dass 140 Stipendiaten aus 70 Ländern dort waren. Die Gespräche an den 10 Personen Tischen waren dementsprechend interessant.

Nach dem Dinner haben wir uns dann in unseren Workshop Gruppen zusammengefunden und ein paar Ideen für unseren Businessplan ausgetauscht. Wir sollten an diesem Wochenende ein Umweltorientiertes Unternehmen gründen im Sinne der Social Entrepreneurship Bewegung.

Abends sind wir dann noch alle, na ja vielleicht die Hälfte ;-), in eine nahegelegene Bar gegangen um sich noch weiter auszutauschen in einem weniger offiziellen Rahmen. Dort habe ich auch Christina getroffen, aus Deutschland, die mich ein wenig an Chrissy erinnert, und das liegt nicht nur am Namen… Wir haben bis spät in die Nacht beisammen gesessen und Global Networking betrieben.

Am nächsten Morgen war dann viel zu früh Frühstück, schon um 7:30. Danach ging es auch sofort weiter mit Panel-Discussions und Präsentationen zum Thema erfolgreiche Unternehmensgründung mit positiven sozialen Auswirkungen. Dann war auch schon Lunch und dann wurden wir in Busse verfrachtet und zum Mural Arts Project gefahren. Wir haben eine Auswahl der vielen Häusermalereien in Philadelphia gezeigt bekommen, durften dann selbst etwas malen (vorgezeichnete Buchstaben ausmalen) und sind dann noch in ein Kunstprojekt zugunsten Obdachloser eingeführt worden.

Hans beim malen


Abends sind wir dann in kleine Gruppen von 2-5 Leuten aufgeteilt worden und wurden zum Dinner in Familien geschickt. Ich war in einer Gruppe mit Helge aus Norwegen und Akbar aus Pakistan. Beide schreiben momentan an ihrer Doktorarbeit und recherchieren dafür mit ihren Familien in den USA. Ich hab mich ein wenig verloren gefühlt in dieser Gruppe, als einzige ohne irgendeinen akademischen Abschluss. In der Familie Kelly war dann aber alles sehr nett. Steve Kelly hat uns im Hotel abgeholt und uns in sein etwa 45minuten entferntes Haus gefahren. Dort hat die gesamte Familie und Freunde auf uns gewartet. Wir wurden herzlich mit Bier, Wein und Häppchen empfangen. Wir mussten viele Fragen beantworten und haben im Gegenzug viel über Amerikanische Familien gelernt. Es gab dann ein kleines Buffet mit leckerem Nudelauflauf und zum Nachtisch Apfel und Kirschkuchen mit Vanilleeis und Schlagsahne, alles sehr lecker. Dann noch ein Erinnerungsfoto und schon ging es wieder nach Hause, ins Hotel.

Akbar, Helge, und ich

Dort haben sich dann auch schon einige partywillige Fulbrighter versammelt, und als UCSB Studentin musste ich natürlich meinem Ruf gerecht werden und noch mit losziehen in die Bars. Leider haben wir aber nichts gefunden, dass groß genug für uns alle war, sodass wir uns aufgeteilt haben und ich hab nur noch einen Spaziergang zurück durchs nächtliche Philadelphia ins Hotel gemacht.

Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon wieder früh aufstehen, Frühstück war für 8uhr angesetzt und danach ging es dann in die Workshop Gruppen. In nur 4 stunden mussten wir einen kompletten Businessplan aufstellen und eine 2minütige Präsentation samt Powerpoint auf die Beine stellen. Wir haben uns für EnerGym entschieden, ein Fitnessstudio, dass nahezu komplett mit dem Strom auskommt, der durch die Benutzung der verschiedenen Geräte erzeugt werden kann. Wir haben uns Marketing Strategien ausgedacht wie zum Beispiel Rabatte für die Erzeugung einer bestimmten Menge an kwh und einem monatlichen Rangliste der Top Stromerzeuger. Somit würden wir eine umweltfreundlichere und gesündere Lebensqualität schaffen. Wir haben einen kompletten Finanzplan erstellt, weitere Marketingstrategien ausgetüftelt, ein Design mit einem Logo erstellt, einen Flyer kreirt, der unsere Ideen erklärt und sind sogar noch ins Hoteleigene Fitnessstudio gegangen um ein Gruppenfoto zu machen.

vlnr: Elina (Finnland), Sara (Lybien), Sabrina (Berlin), Vanessa (Berlin), Olav (Norwegen), Iva (Kroatien), Eva (Deutschland), Domenico (Italien), Sabelo (Südafrika), Muhammad (Pakistan), Panos (Griechenland), Miriam (Holland), Malou (Dänemark), Siale (Fiji), Mert (Türkei)

Das Team hat super harmoniert und wir hatten sehr viel Spaß bei der Arbeit. Jeder hat mitgearbeitet und konnte interessante Einblicke verschaffen und Aspekte aus der Heimat mit einfließen lassen. Am Nachmittag wurden dann alle Businesspläne vor einer Jury präsentiert.

Anschließend wurden unsere Workshop Gruppen zweigeteilt und wir wurden auf eine historische Schnitzeljagd durch Philadelphia geschickt. Meine Gruppe war allerdings zu müde und erschöpft, sodass wir nur halbherzig Fragen beantwortet haben und eher ein wenig Sightseeing betrieben haben. Wir haben uns dann letztendlich in einem Café niedergelassen, ein Bier getrunken und ein Philly-Cheese-Steak (Baguette mit geschmolzenem Käse) gegessen.

Abends sind wir dann ins National Constitution Center gegangen, wo die Schnitzeljagd geendet hat, wir eine Vorführung über die Unterzeichnung der US-Verfassung bekommen haben, ein Gruppenfoto gemacht haben und anschließend unser Abschiedsdinner stattfand. Es wurden die Sieger der Schnitzeljagd und des Workshops präsentiert und meine Gruppe hat doch tatsächlich gewonnen. Wir haben alle eine Urkunde bekommen und eine kleine Geschenktüte mit Keksen und einem Buch über erfolgreiche Unternehmensgründung.

Das Gewinnerteam vor der Independence Mall

Zurück im Hotel wurden dann weiter Partypläne geschmiedet. Wir sind zuerst in eine schicke Bar gegangen wo wir eine komplette Etage in beschlag genommen haben und anschließend noch in einen Club zum tanzen. Es war sehr lustig zu sehen dass die meisten Fulbrighter genau wie ich im Privatleben Spaß haben können und auch nur ganz normale Menschen sind vor denen man keinen so großen Respekt und erst recht keine Angst haben muss.

Christina und ich

Siale, Olav, und ich

Ich habe diesen Abend komplett mit Christina verbracht und wir haben noch bis spät in die Nacht mit einem weiteren Deutschen, Christoph, auf ihrem Hotelzimmer gesessen und gequatscht.

Der Sonntag war dann zur freien Verfügung. Vormittags bin ich mit Malou aus Dänemark in eine Markthalle gegangen. Sie war dann allerdings so müde, dass sie anschließend lieber im Hotel sitzen wollte. Ich dagegen bin bis zum berühmten Philadelphia Museum of Art mit den “Rocky Steps” gelaufen.

Dort habe ich dann weitere Fulbrighter getroffen, Rosa aus Portugal und Jose aus Brasilien. Gemeinsam haben wir uns auf den langen Rückweg ins Hotel gemacht und haben noch bei Starbucks einen Kaffee getrunken und uns mit Kuchen gestärkt. Im Hotel hat dann auch schon mein Shuttle auf mich gewartet, den ich mit einer weiteren deutschen Fulbrighterin, Assa, genommen hab.

Völlig fertig und übermüdet bin ich am Flughafen nur noch darauf aus endlich nach Hause zu fahren, als ich in der Wartehalle Sarah und Mallory vom UCLA Snowboard Team treffe. Die beiden waren die Woche über bei den US Meisterschaften in Maine und haben auf dem Rückweg Sarahs Familie in Philadelphia besucht. Zufällig saßen die beiden auch noch in der selben Flugzeugreihe wie ich, sodass der Rückflug sehr angenehm wurde. Sie haben mir Fotos von der Meisterschaft gezeigt und wir haben mehrere Filme geschaut. In L.A. musste ich dann wieder zwei Stunden auf den Anschluss warten. Der Flug von LAX nach SBA war dann sehr turbulent, da es sehr windig war. Die kleine Propellermaschine konnte sich kaum gerade halten sodass der Landeanflug sehr abenteuerlich aussah. Aber es ist alles gut gegangen und Torrey hat mich vom Flughafen abgeholt.

Ein sehr schönes Wochenende, fast ohne jeglichen Schlaf! Philadelphia hat mir sehr gut gefallen, besonders der Mix aus traditionellen Kolonialzeit-Gebäuden und modernen Häusern. Diese traditionsreichen Bauten sind an der Westüste einfach nicht zu finden. Daher war es ein Erlebnis diese andere Seite der USA auch sehen zu dürfen. Auch das Seminar an sich war sehr interessant und die anderen Fulbrighter aus der ganzen Welt kennen zu lernen war eine einmalige Chance. Die meisten waren wesentlich erfahrener und älter als ich, alle Graduate Studenten, und haben schon für die UN oder ähnliche Organisationen gearbeitet. Ich habe viele Freundschaften geschlossen und kann nun überall hinreisen und habe immer einen Freund der mich herumführen kann :-) Ein gelungenes Wochenende!

Sonntag, 14. März 2010

Studentenleben in Isla Vista

Die Woche nach den Regionals fing mit viel lernen an. Montag und Dienstag hab ich fleißig an einem Gruppenprojekt gearbeitet und mich tierisch über meine Gruppenmitglieder geärgert, weil sich niemand darum geschert hat was ich damit mache… musste also alles alleine machen. Das hab ich dann meinem Professor auch gesagt… ich hoffe der beachtet das bei der Benotung am ende ;-)

Am Mittwoch war ich weiter fleißig und bin sogar in die Bibliothek gegangen um zu lernen und was noch viel besser war, endlich mal wieder meine Freunde zu sehen. Silvan, Botho, André, alle waren sie da… Es war schön mal wieder zu hören wie es denen so geht… Abends bin ich dann noch mit Torrey ins Gym gefahren.

Die Woche ging dann aber nicht so produktiv weiter… am Donnerstag bin ich mit meinen deutschen Freunden unterwegs gewesen. Erst bei Botho treffen und dann zu Yadira, Mexican-American und eine neue Freundin von Botho und co., und dort haben wir ordentlich vorgefeiert. Alle waren glücklich mich mal wieder in Isla Vista zu sehen und ich hab realisiert, dass ich das vermisst hab. Später sind wir dann noch weiter zu Joe’s Geburtstagsfeier im “international house” 6767 DP gegangen wo dann auch noch Michelle und Jeff hingekommen sind. Und ich hab noch mehr Freunde dort getroffen. Sehr schön!

Am Freitag wurde dann nichts großartiges gemacht… nur ausschlafen und facebooking… abends wollte ich dann in IV mit meinen Roomies ausgehen. Wir haben uns fertig gemacht und wollten ein wenig Alkohol zum vorglühen kaufen, als es anfing zu regnen… Wir sind also mit dem Auto die 200m bis zum Liquor Store gefahren und obwohl wir Regenschirme hatten um vom Auto zum Store und zurück zu kommen waren wir komplett durchnässt. Wir haben also beschlossen bei der Party vorbeizufahren und mal zu gucken ob es sich überhaupt lohnen würde… Wieder zu Hause angekommen haben wir die Party einfach zu uns verlegt und alle unsere Freunde angerufen vorbei zu kommen. Einige haben sich tatsächlich durch den Regen zu uns gequält und wir haben Gauchoball und einige andere lustige Spiele gespielt. Einige Jungs sind dann noch losgerannt um noch mehr Bier zu kaufen und wir waren wirklich betrunken am ende des abends. Gegen zwei uhr morgens haben wir dann beschlossen unsere Bikinis anzuziehen und das beste aus der Situation zu machen: BIKINI RUN AUF DP!!! Gummistiefel, Bikini und Bier in beiden Händen. Sehr, sehr lustig!!! Auf jeden Fall eine unvergessliche Nacht!

Am Samstag hab ich dann tagsüber wieder nichts gemacht… Es hat aufgehört zu regnen und abends stand dann das “Isla Vista Beerfest” an, veranstaltet von einigen meiner Freunde aus dem Snow Team. Ich bin mit meinen Roomies dort hingegangen und hab noch einen anderen Deutschen dort getroffen, der mich dazu überredet hat eine Deutschladflagge auf meine Wange zu malen… dann bin ich zu einem Konzert der Hammerheads gegangen, eine Band aus L.A. die einfach nur so zum Spaß in IV gespielt hat, dort hab ich dann meine Roomies wieder getroffen. Das Konzert hab ich aber leider verpasst, weil ich währenddessen auf der Suche nach dem Klo war… Danach bin ich dann mit Alex und Anna noch kurz auf eine andere Party gegangen und dann wurde bei uns zu Hause weiter gefeiert. Meine Roomies kannten die Bandmitglieder persönlich und so sind die vorbeigekommen um bei uns ihre Afterparty zu veranstalten. Einer von denen war ein berühmter Hollywood Schauspieler, Anton Yelchin, der in Filmen wie Star Trek, Terminato Salvation und Alpha Dog gespielt hat. Es wurde ziemlich spät und ich hab mich irgendwann gegen halb drei verabschiedet und bin in mein Bett.

Als ich am nächsten morgen aufgewacht bin war die Band immer noch da, hatten anscheinend keinen anderen Schlafplatz für die Nacht gefunden und so sind sie halt in unserem Wohnzimmer und auf dem Balkon eingeschlafen. Anna, Alex und Jaclyn sind noch betrunken aufgewacht und haben beschlossen gleich weiter zu trinken… jeder eine Flasche Sekt zum Frühstück… es war ein schöner sonniger Tag - perfekt für Daydrinking… ich hatte jedoch noch einiges zu tun, sodass ich nicht mitgefeiert hab… die Band hat sich verabschiedet und wir sind zu einer Recycling Fashion Show in IV gegangen. Ich bin von dort aus gleich nach Downtown Santa Barbara zum Shoppen gefahren…

Dieses Wochenende war wohl das unproduktivste Wochenende aller Zeiten, aber es war wenigstens lustig!!!

Partyfotos existieren leider keine, daher nur ein kleiner Eindruck für euch wie schön es hier doch so ist:

Montag, 1. März 2010

Wochenende in San Diego und Regionals in Mammoth

Kurzfristig hat Torrey beschlossen für das verlängerte Wochenende (Montag war President's Day) nach Hause zu fahren und hat mich eingeladen mitzukommen. Also sind wir am Samstag um 9uhr morgens aufgebrochen und gen Süden gefahren. Nach einer ca 5-stündigen Fahrt sind wir in San Diego angekommen und sind erstmal in einen coolen Bademoden-Shop gegangen und haben uns die neusten Bikini-Trends angeschaut. Dann hat Torrey mir Mission Beach gezeigt und wir sind ein wenig am Wasser entlang spaziert. Das Wetter war wunderbar, Sonnenschein und fast 25° und das im Februar!!! Nach einem kurzen Stopp für einen Burrito sind wir dann zum Haus von Torreys Eltern gefahren, ein wenig außerhalb von San Diego in La Mesa. Ihre Eltern haben uns herzlich begrüßt und auch Torreys riesiger Hund Jack, der eher die Größe eines Ponys hat, hat sich riesig gefreut, dass wir gekommen sind.


Das Haus ist super schön. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit eigenem Bad. Am besten hat mir an dem Haus die Küche und der Garten gefallen. Die Küche ist größer als mein Zimmer in Berlin und hat eine riesige Fensterfront mit Blick hinaus in den Garten. Torrey’s Mom hat einen kleinen Rosengarten und ihr Dad hat einen Gemüsegarten. Wir haben Orangen und Clementinen direkt von den Bäumen gepflückt und gegessen und auch Macadamia Nüsse konnten wir “ernten”.
Torrey vor dem Haus ihrer Eltern

La Mesa

Nach dem vorzüglichen Dinner, es gab Calamaristeaks, grünen Spargel, Ricearoni (Reis mit mini-Macaroni), und noch ein paar andere Beilagen, sind Torrey und ich dann zu einer Party gefahren. Ich habe Torrey’s Freunde aus der High School kennengelernt und sogar eine andere Deutsche getroffen, die gerade in Long Beach studiert.

Am nächsten Morgen haben wir dann mit der gesamten Familie im Garten in der Sonne gefrühstückt. Es gab Bagels und jede Menge Obst. Anschließend bin ich dann mit Torrey und ihrer Mom in den berühmten San Diego Zoo gefahren. Wir mussten ewig nach einem Parkplatz suchen und dann anstehen für unsere Tickets, aber als wir dann drinnen waren war alles super schön und entspannend. Wir haben die Orang-Utans und die Gorillas gesehen, freilaufende Pfauen, Berglöwen und andere Raubkatzen, Elefanten, Schlangen, Vögel, … und wir sind mit der Gondel gefahren, die vom einen Ende des Zoos zum anderen fährt.

Purzelbäume vom kleinen Gorilla

Im großen und ganzen kann ich sagen, dass mir der Zoo echt gut gefallen hat, weil San Diego’s Klima einfach ein tropisches Feeling erlaubt. Es war fast wie eine Mischung aus Botanischem Garten und Zoo. Auch sie Gehege waren sehr schön hergerichtet, aber wenn man die Artenvielfalt des Berliner Zoos kennt, dann kann San Diego schon etwas enttäuschend sein ;-)

Nach dem Zoo sind wir dann durch den angrenzenden Balboa Park gelaufen, das ehemalige Gelände der Weltausstellung, das ein wenig an Gaudi’s Architektur in Barcelona erinnert.
Wir haben uns dann mit unseren mitgebrachten Sandwiches auf einer Wiese zum Picknick niedergelassen und haben den schönen Tag genossen. Es waren wieder an die 25°.


Abends gabs dann wieder leckeres Essen, diesmal Hühnchen mit verschiedenen Gemüse Beilagen und anschließend haben wir versucht etwas Hausaufgaben zu machen und nebenbei die Olympischen Winterspiele zu verfolgen.

Am nächsten morgen wurde ich von dem Duft frisch gebackener Apfel-Muffins geweckt und nach dem schnellen Frühstück haben wir uns dann mit Torrey’s Freundin in einem Yoga-Studio getroffen. Dort kann man kostenlos ein Probetraining absolvieren. Das war auch sehr lustig, in einem stark geheizten Raum sind wir ordentlich ins schwitzen gekommen. Ich konnte leider nicht alles mitmachen, wegen meinem Gipsarm…

Nachmittags sind dann ein paar andere Freundinnen von Torrey vorbeigekommen, eine von ihnen mit ihrem 5 Monate alten Baby… während die alle ihre Neuigkeiten ausgetauscht haben hab ich versucht mich auf meine Hausaufgaben zu konzentrieren und abends gings dann mit reichlich Proviant auch schon wieder zurück nach Santa Barbara wo am nächsten Morgen ein Midterm auf mich gewartet hat…

Regionals in Mammoth

Nach einer sehr kurzen und arbeitsamen Woche in IV bin ich am Donnerstag schon wieder nach Mammoth gefahren, da mal wieder ein Rennwochenende anstand, diesmal ein wichtiges, die Regionalmeisterschaften. Als wir am Donnerstag abend als erstes Auto im Cabin angekommen sind haben wir nur ei wenig Olympics geschaut und sind dann vorm Fernseher eingeschlafen.

Am nächsten morgen war dann wunderbares Skiwetter, nur sehr windig und kalt. Es stand die Halfpipe Competition an, an der ich wegen meiner Hand nicht teilnehmen konnte… einfach zu gefährlich so ein Eiskanal… Ich habs an diesem Tag ruhig angehen lassen und bin mittags schon zurück zum Cabin, weil ich unbedingt für ein Gruppen Projekt arbeiten musste. Lyndsay, Lili und Alison mussten auch lernen und so sind wir gemeinsam zu Looney Bean gegangen, einem Café mit freiem Internet. Dort haben wir dann etwa 5 stunden gesessen und tatsächlich konzentriert gearbeitet.

Abends wurde dann in den Bars in Mammoth gefeiert. Wir haben eine freie Fahrt mit dem Taxi bekommen, weil Lyndsay den Taxifahrer kannte und sind dann durch 3 Bars gezogen und haben bis zum Umfallen getanzt und getrunken. Als wir wieder nach Hause gekommen sind haben wir dort wieder Schwung in die Party gebracht und noch bis spät in die Nacht gefeiert.


Nichtsdestotrotz sind wir am nächsten Morgen um 7 aufgestanden um das anstehende Slalom Rennen nicht zu verpassen. Wir hatten sogar noch zeit den Kurs zu besichtigen und ein paar Aufwärmläufe zu machen. Der erste Lauf war für mich dann allerdings nicht so gut. Ohne meine Stöcke war ich dann doch sehr vorsichtig und hatte nach dem ersten Lauf die schlechteste Zeit. Im zweiten Lauf konnte ich mich dann aber um sensationelle 9 Sekunden verbessern :-D

Nach dem Rennen bin ich jedoch nach Hause gefahren, weil ich noch mehr Hausaufgaben fertig machen wollte. Ich bin also wieder zu Looney Bean gegangen, diesmal allein und hab dort etwa 3 stunden gearbeitet.

Abends sind wir diesmal von dem Team der USC eingeladen worden in deren Haus. Wir haben unseren Alkohol mitgenommen und dort richtig wild gefeiert. Schon als wir dort angekommen sind waren einige so betrunken, dass sie schon auf den Sofas eingeschlafen sind…
der Rest von uns hat getanzt und ist dann weiter gezogen in die Bars. Wir hatten jede Menge Spaß und aufgrund unglücklicher Umstände musste ich mitten in der Nacht alleine durch den Schneesturm nach Hause laufen… und natürlich war um diese Zeit kein Bett mehr frei, sodass ich auf dem Boden zwischen dem ganzen Gepäck schlafen musste…

Das Riesenslalom Rennen am Sonntag wurde dann in letzter Minute abgesagt, wegen zu gefährlichen Winden, Nebel und praktisch keiner Sicht und Schneefall. Es war so kalt, vor allem mit dem Wind im Gesicht, dass wir kollektiv wieder ins Cabin gefahren sind, ein wenig aufgeräumt haben und dann schon am frühen Nachmittag in Richtung Santa Barbara aufgebrochen sind.

Wir haben unterwegs wieder am Casino halt gemacht wo man dank des Sainsonpasses freies Guthaben auf eine Karte bekommt. Einige habe so sogar 90$ gewonnen! Ich dahingegen hab alles verloren…

Für UCSB war dies ein erfolgreiches Wochenende, 5 unserer Teammitglieder haben sich für die Nationals in Maine qualifiziert und werden nächste Woche an die Ostküste reisen um uns dort zu vertreten.

Dienstag, 23. Februar 2010

Going Pink...

Sorry dass ich so lange nichts geschrieben habe… ich hatte wirklich viel zu tun und auch das tippen fällt mir gerade etwas schwer…

Also, wie schon im letzten Post erwähnt wollte ich mich in der Woche nach meinem Geburtstag auf meine Hausaufgaben konzentrieren. Daraus wurde leider nichts…

Am Montagabend, als ich mich gerade widerwillig an meine Hausaufgaben gesetzt hatte bekam ich eine SMS von Jarrick, einem Kumpel von Michelle, den ich eigentlich gar nicht mal so gut kenne. Er wollte im Dublin’s einem Pub in IV ein paar Bier trinken. Ich hab Michelle angerufen ob sie auch mitkommt und ganz spontan haben wir unsere Texte und Outlines ohne schlechtes Gewissen zurückgelassen und haben uns ein paar Pitcher Weizenbier geteilt. Es war alles sehr eigenartig, bis sich herausgestellt hat, dass es Jarrick’s Geburtstag war und er einfach wahllos Leuten bescheid gesagt hat.

Nach diesem kleinen Ausflug war ich dann doch ein wenig angetrunken, sodass das mit dem studieren für den Rest des Abends gelaufen war… aber nicht so schlimm ;-) Stattdessen hab ich mir in dem Mexikanischen Fast-Food Restaurant Super Cucas eine Quesadilla gekauft mit Guacamole Dip. Das war echt köstlich!!! Und den Rest des Abends hab ich dann mal mein Zimmer aufgeräumt, da hab ich ja sonst auch keine Zeit für…

Am Dienstag war ich dann ganz vorbildlich und hab mich für 5std in die Bibliothek gesetzt und konzentriert aufgeholt, was ich am Vorabend versäumt habe. Ich musste einen Essay schreiben wo ich mich beruflich in 10 Jahren sehe und einen realistischen Plan aufstellen wie ich dahin komme. Da ich weiterhin keine Ahnung hab was ich mal machen will hab ich mir einfach jede Menge ausgedacht: ich werde also nach meinem Bachelor noch nen Master dranhängen in internationalen Beziehungen. Den werde ich in Barcelona machen in einem speziellen bilingualen Englisch-Spanischen Programm machen. Dann werde ich Praktika in der EU und im Europaparlament machen, und auch noch ein Auslandssemester in China oder Japan machen. Nebenbei werde ich weiter bei Mep arbeiten und aufgrund meiner guten Empfehlungen in einer weltweit operierenden Catering Agentur arbeiten und dank meiner Kontakte zur EU deren Kundenkreis ausbauen. Dann bewerbe ich mich beim Auswärtigen Amt für den höheren Dienst und werde genommen. Meine einjährige Ausbildung mache ich zur Hälfte in Berlin und zur Hälfte in einem Afrikanischen oder Südamerikanischen Land. Und dann arbeite ich zwei Jahre im Auswärtigen Amt in Berlin bevor ich nach San Francisco versetzt werde und 120000$/Jahr verdiene ;-) Alles völliger Bullshit, aber es hat Spaß gemacht sich das alles auszudenken! (und ich hab auch 100% auf diesen Essay bekommen ;-)

Am Mittwoch bin ich dann Nachmittags mit meiner Mitbewohnerin Jaclyn zu Chinos gegangen, wo es Bier für einen Dollar gab. Ich wollte eigentlich nur eins trinken, aber bei dem Preis… danach hab ich mir was leckeres gekocht (Zucchini, Hackfleisch, Schafskäse- Ragout) und dann wars auch schon Zeit für mein Indoor Fußballspiel, das wir wieder glorreich gewonnen haben ;-)


Am Donnerstag hab ich dann meine Tasche für Mammoth gepackt und festgestellt, dass alle meine Sachen dreckig waren… ich musste also noch ganz schnell meine Wäsche im Waschsalon waschen und musste mich übelst beeilen. Ich musste nämlich auch noch ein Buch und einen Reader kaufen und einen Check einzahlen, und und und… Ich habs alles rechtzeitig geschafft und hab sogar noch mit meiner anderen Mitbewohnerin Alex ein Monster-Bier bei Woodstocks getrunken bevor ich mich in Danny’s Party-Suburban gesetzt habe und den Weg nach Mammoth angetreten habe.

Wir haben natürlich wieder sehr lange gefeiert, bis ca um 3 uhr morgens und sind trotzdem um 8:30 aufgestanden und waren um kurz vor 10 auf der Piste. Da dieses Wochenende keine Rennen anstehen hab ich beschlossen meine Snowboard-Skills zu verbessern. Und es hat am ersten Tag auch tatsächlich sehr gut geklappt. Ich bin kaum gestürzt und habe sogar ein paar sehr schöne Carving und auch enge Bögen geschafft. Ich kann jetzt da Bögen fahren wo ich will und hab mein Board mehr oder weniger unter Kontrolle. Ich bin gerade dabei auch noch Fakie fahren zu lernen, d.h. mit dem anderen Fuß vorne, quasi falschrum fahren… ganz schön tricky ;-)

Abends haben wir dann wieder richtig gefeiert, mit ganz viel Jim Beam… Und am nächsten morgen bin ich dann mit einer größeren Gruppe von Snowboardern zur Piste aufgebrochen. Es hat auch alles sehr gut geklappt, trotz Schneefall und sehr schlechten Sichtverhältnissen. Doch dann so gegen 11 hatte ich leider einen kleinen Unfall: Sarah mit der ich unterwegs war wusste nicht wo’s langgeht und ist mitten auf der Piste stehengeblieben, damit ich vorfahren kann. Leider hab ich mich etwas verschätzt und die Kurve nicht mehr richtig bekommen und konnte leider auch nicht mehr richtig bremsen. Ich bin also in Sarah rein gefahren und sie ist direkt auf mich drauf gefallen. Meine rechte Hand ist nach hinten umgeknickt und hat schrecklich wehgetan. Ich bin nach kurzer Pause dann aber noch die restlichen 200m bis zur Mainlodge gefahren, wo ich dann erstmal meine Hand unter die Lupe genommen habe… war alles ein wenig angeschwollen… ich bin dann also zur Skipatrol gegangen, damit die mir sagen können ob ich ins Krankenhaus muss bzw. ob was gebrochen ist. Die haben mir ne Schiene verpasst, die man selbst zurechtbiegen kann und eine coole Schlinge. Die meinten auch, dass vermutlich nichts gebrochen ist, weil ich nicht vor Schmerzen schreie, aber dass ich es besser mal im Krankenhaus röntgen lassen sollte. Da ich aber weiß wie teuer eine Krankenhausbehandlung in den USA ist, bin ich lieber nach Hause gefahren und habe meine Hand mit Schnee gekühlt…

Bald sind dann auch die anderen nach Hause gekommen und ich habe mit Melissa und Val angefangen Wein zu trinken. Danach haben wir noch Bier und Whiskey und noch mehr Wein getrunken, sodass ich fast keine Schmerzen mehr gespürt habe ;-) Mir gings sogar so gut, dass ich abends beschlossen habe noch mit Lyndsay in eine Bar zu gehen. Wir haben den ganzen Abend getanzt und ich mit meiner Schiene und Schlinge wurde von allen ungläubig angeschaut… Um 1uhr morgens als die Wirkung des Alkohols langsam nachgelassen hat tat mein Arm dann aber so weh, dass ich den Bus nach Hause nehmen musste. Ich hab sofort Schmerzmittel genommen weil ich es absolut nicht mehr ausgehalten habe und diese Nacht war wirklich schlimm, ich habe kaum geschlafen…

Am nächsten morgen, nach weiteren Schmerzmitteln gings mir dann aber wieder einigermaßen gut, sodass ich beschlossen habe Skizufahren, nur halt ohne Skistöcke… das ging auch ganz gut… Und nachmittags gings dann wieder zurück nach Santa Barbara. Keine so lustige Fahrt, zugedröhnt mit Ibuprofen…

Am nächsten morgen bin ich dann gleich in die Notaufnahme der Campuseigenen Klinik gegangen, wo mein Handgelenk geröntgt wurde und man mir mitteilte, dass tatsächlich die Speiche im Handgelenk gebrochen ist… ich hab also am nächsten morgen nen netten Gips verpasst bekommen - in Pink - den ich jetzt mindestens 4 Wochen tragen muss… und seitdem ist mein Leben echt kompliziert, ich bin jetzt linkshändig und offiziell körperlich behindert. In all meinen Kursen bekomme ich Notetaking service, d.h. jemand schreibt für mich mit und auch meine Klausuren darf ich auf andere Art und Weise schreiben, ich bekomme eine extra Session und darf tippen anstatt schreiben...


Kleine Dinge wie duschen, kochen, Abwasch machen oder Fahrrad fahren sind super kompliziert oder schlichtweg nicht möglich und ich bin froh dass mir meine Mitbewohnerinnen so lieb helfen! Ich habe auch stärkere Schmerzmittel bekommen “Vicodin” dass ich dann am Mittwoch morgen gleich mal überdosiert habe. Ich war für 3 stunden völlig ausgeschaltet und konnte nur auf der Couch liegen… danach hab ich die Schmerzmittel abgesetzt und bin wieder zum Alkohol übergegangen ;-)

Abends sind wir Downtown gefahren in die Sandbar und haben dort ein Konzert der Reggae-Band von Jaclyns Freund besucht und sind danach noch in eine andere Bar gegangen. Am Donnerstag bin ich dann zu Albertsons gefahren und habe eingekauft, musste mich aber sehr beschränken, weil ich ja nicht so viel tragen kann im Moment… Abends war ich dann in meinem alten Haus und habe in Michelle’s Geburtstag reingefeiert. Sie hat von ihren Großeltern Geld bekommen und beschlossen dasin guten Alkohol zu investieren, sodass wir u.a. Grey Goose Vodka und Patrón Tequila hatten und uns Granatapfel Cosmopolitans mixen konnten. Sehr lecker! Dann haben wir noch ein wenig Beer Pong gespielt und den Abend ausklingen lassen.


Am Freitag haben Torrey und ich uns dann trotz Regen auf den Weg gemacht in den Waschsalon und als wir fertig waren war es schon fast zu spät für mich um nach Mammoth zu fahren. Habs dann gerade noch rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft und auf gings in Danny’s Suburban… In Mammoth haben wir dann wie üblich viel gefeiert. Diesmal hatte ich jedoch nicht das Glück ein Bett zu erobern und musste in meinem Schlafsack auf dem Küchenboden schlafen.

Am nächsten Morgen gings dann früh auf die Piste in den Neuschnee. Der geplante Riesenslalom wurde abgesagt und ich bin mehr oder weniger gut auf den zugeschneiten Pisten herumgerutscht. Die anderen sind alle in den Tiefschnee und zwischen den Bäumen gefahren, sodass ich wieder allein unterwegs war. Das war aber auch nicht schlecht, so konnte ich wenigstens kontrolliert mein eigenes Tempo fahren und aufpassen nicht auf meinen Arm zu fallen. Abends haben wir dann im UCLA Cabin gefeiert. Eigentlich waren nur 10 von uns eingeladen, aber wir sind einfach zu 30st aufgekreuzt, haben jede Menge Jim Beam und Bier mitgebracht, und eine riesige Party aus der ganzen Sache gemacht. Wir haben unsere eigene Musik aufgedreht und quasi deren Haus zerstört… eine sehr lustige Party…
und jeder hat auf meinem Gipsarm unterschrieben :-D


Am Sonntag ist dann der Slalom am Vormittag auch ausgefallen wegen zu viel Neuschnee, aber am Nachmittag hat dann tatsächlich das Skiercross Rennen stattgefunden. Ich hatte leider beim Start den Nachteil, dass ich mich weder abstoßen konnte noch meine Skistöcke festhalten konnte, sodass ich das Rennen quasi am Start schon verloren habe. Ich hab aber gut aufgeholt und bin am ende in meinem Lauf knapp Dritte geworden, fast mit einem Fotofinish um Platz 2. Es hat riesigen Spaß gemacht, aber leider hat mein Arm danach wieder sehr wehgetan, sodass ich dann nur noch nach Hause wollte…

Unter der Woche ist dann nicht viel passiert. Am Montag musste ich dann im Büro meines Profs ein Quiz nachholen. Am Dienstag hat Torrey ein paar Freundinnen zum Taco Tuesday eingeladen und ich konnte mit ihnen mitessen. Am Mittwoch hatte ich dann mein Midterm in Sport Psychologie und am Donnerstag hatte ich frei, weil ich das andere Midterm nicht schreiben konnte wegen meinem Handgelenk. Offiziell kann ich ja immer noch keinen Stift halten ;-)

Am Freitag war dann Jaclyn’s Geburtstag. Den ganzen Tag über hat sie mit einigen Freunden auf unserer nun fertig gestellten Terrasse gefeiert (der Boden ist jetzt mit Sand bedeckt, wir haben also einen Strand auf unserem Balkon) Ich habe währenddessen für ein Gruppenprojekt gelesen… bin zum Frisör gegangen… und habe dann den Sonnenuntergang angeschaut. Abends bin ich dann mit Jaclyn nach Downtown gefahren und wir haben in einer teuren Sushibar gegessen bzw saki-bombs getrunken. Anschließend sind wir in eine andere Bar, das Omalleys, ins Wildcat und dann wieder ins Omalleys gegangen. Ein sehr schöner Abend.


Am nächsten morgen bin ich dann nach San Diego gefahren…

Sonntag, 24. Januar 2010

Welcome to the 03

So, ich bin also zurück in Isla Vista und bin erstmal umgezogen. Ich wohne jetzt direkt am Meer, in einem Appartment mit riesigem Balkon und 5 super netten Mitbewohnerinnen. Der Ausblick über den Strand, das Meer, die Channel Islands usw. ist überwältigend und besonders die Sonnenuntergänge sind atemberaubend. Wir haben auch eine Hängematte in der man gemütlich in der Sonne liegen und lesen kann. Schön ist auch das Rauschen der Wellen zu dem ich jetzt immer einschlafen und aufwachen kann! Das ist echt ein Traum hier leben zu dürfen!!!



Ich bin in einem Zimmer im Erdgeschoss mit Victoria, auch Torrey genannt. Sie ist super nett, hilfsbereit und so wie ich mir eine Mitbewohnerin immer vorgestellt hab. Es ist echt einfach mit ihr zu leben. Sie ist Kunst-Studentin, Veganerin und hat eine Schlange, die aber im Terrarium bleibt wenn ich zu Hause bin. Torrey hat außerdem ein Auto und nimmt mich gerne in den Waschsalon oder zum Einkaufen mit.



Meine anderen Mitbewohnerinnen Jaclyn, Eli, Anna und Alex sind auch super unkompliziert. Alle sind in ihrem letzen Jahr an der UCSB und kennen sich entsprechend gut aus und wissen auch immer wo die guten Partys steigen ;-)

Ich konnte in meiner ersten Woche leider nicht so viel mitfeiern, weil ich noch 3 Research Paper für das Fall Quarter schreiben musste. Ich hab mich also die meiste Zeit in die Bibliothek verabschiedet und habe es dann auch tatsächlich geschafft am Samstag alles einzureichen. Noch am gleichen Tag hat mein Professor meine Endnote für den Kurs eingetragen: A+, da bin ich mächtig stolz drauf!

Am Samstag Abend haben wir dann bei uns im Haus eine Party geschmissen: Willkommensparty für mich und Balkon Einweihungsparty für die anderen. Wir haben draußen auf dem Balkon Beer Pong gespielt bis nach und nach unsere Gäste kamen. Irgendwann war es dann zu voll um noch weiter zu spielen und leider ist uns auch der Alkohol ausgegangen. Nichtsdestotrotz war es eine sehr lustige Party und es war schön alle meine Freunde nach drei Wochen mal wieder zu sehen!


Die nächste Woche verging dann mit viel Uni und lernen. Dieses Quarter wird wahrscheinlich noch arbeitsintensiver als das letzte und ich hab jeden Tag mind. 5std in der Bibliothek verbracht… Ich fühl mich jetzt schon gehirntot und glaube nicht dass ich noch viel an Informationen aufnehmen kann… naja, was muss das muss… ich bin ja eigentlich zum studieren nach Kalifornien gekommen. Meine neuen Kurse sind auch echt interessant: Sport Psychologie und Sport Management belege ich quasi nur aus Eigeninteresse und Theory of Race ist wieder bei dem Prof der mir das A+ gegeben hat… nur halt richtig viel Arbeit…

Aber jedes Mal wenn ich nach Hause komme und den Ausblick genieße und den beruhigenden Wellen lausche ist das Leben wieder schön!!!

Ich spiele auch dieses Quarter wieder Hallenfußball, wieder mit den anderen EAP Studenten in der Männer Liga. Macht weiterhin Spaß. Leider sind in der ersten Woche unsere Gegner nicht aufgetaucht, sodass wir Teamintern Europäer gegen Südamerikaner gespielt haben, natürlich haben die Europäer Dank disziplinierter deutscher Abwehrarbeit gewonnen ;-) In der nächsten Woche haben wir dann gegen ein richtiges Team problemlos 7:2 gewonnen.

Am zweiten Wochenende des Quarters war ich dann wieder in Mammoth. Unser zweites Rennwochenende stand an. Ich habe am Riesenslalom für das B-Team der UCSB teilgenommen und bin in dieser Wertung fünfte geworden, allerdings mit der 16.-besten Zeit in der Gesamtwertung. Im Slalom bin ich dann zweite in der B-Team Wertung geworden und 9. Der Gesamtwertung und im Skiercross hab ich mir einen 4. Platz erkämpft.
Ansonsten bin ich dieses Wochenende nur Ski gefahren und hab das Snowboard im Cabin gelassen. Ich war auch meist mit anderen Teammitgliedern unterwegs, was zwar lustig aber nicht besonders gut für meine Technik war. Amerikaner lieben es schnell zu fahren anstatt schön und haben zudem eine Vorliebe für das Tiefschneefahren in den Wäldern. Da ich weder richtig Powder Skifahren kann noch das Risiko eingehen möchte mit Menschen oder Baümen zusammenzustoßen hatte ich weniger Spaß und werde wohl demnächst wieder allein unterwegs sein…

Was an diesem 4-tägigen Skitrip noch nicht so toll war, waren die vielen Leute. Da noch ein anderes Team aus Sacramento bei uns unterkommen sollte haben wir noch ein zweites Cabin gemietet, dass allerdings nur mit dem Auto zu erreichen war. Unser Team wurde also gespalten und ist nur zu Parties abends mal zusammengekommen. Außerdem hat die Abwesenheit unserer Skiteam Präsidentin Kim zu einer wirklich widerlich dreckigen Küche geführt, in der niemand sein Geschirr gespült hat und überall Müll und Essensreste rum lagen… Ich hoffe das wird bei zukünftigen Trips wieder besser.

Am Sonntag sind wir dann vorzeitig abgereist und quasi vor dem angekündigten Schneesturm geflüchtet. Die Vans die uns die UCSB zur Verfügung gestellt hat waren nämlich dummerweise nicht mit Schneeketten ausgerüstet und wir hatten Angst eingeschneit zu werden… So saßen wir dann alle am Montag, am Martin Luther King Jr. Feiertag in Isla Vista, bei Regen…

Es hat die ganze Woche geregnet und gestürmt, mit Gewitter und Tornadoartigen Winden. Die Wellen haben fast North Shore-Höhen erreicht und es war viel zu laut um zu schlafen. Rausgehen konnte man auch nicht, weil man sofort vollkommen durchweicht war. Der Regen hier ist irgendwie komisch, wie Landregen und Sprühregen gleichzeitig! Kalt ist es leider auch geworden. Aber Torrey hat mir Gummistiefel geliehen und mich öfter mal in ihrem Auto zum Unterricht gefahren.

Am Freitag war dann mein 22. Geburtstag, den wir groß gefeiert haben. Am Donnerstag Abend schon wurde ich von Allison und Jessica zum Dinner eingeladen. Danach bin ich mit Alex und Bianca zu Giovanni’s gegenagen um einen Pitcher Bier zu trinken. Anschließend sind wir mit Bill’s Bus nach Downtown gefahren und haben in diversen Bars gefeiert. Zuerst waren wir im Indochine, dann im EOS und dann im Wildcat. Ein erfolgreicher Start in meine Geburtstagsfeierlichkeiten!

Am Freitag hatte ich dann dummerweise einen ganz üblen Kater und hab fast den ganzen Tag nur geschlafen. Nachmittags hat es dann aber endlich aufgehört zu regnen und ich bin mit Torrey und Jaclyn Shoppen gegangen. Ich brauchte noch ein Outfit und Deko für die Party am Abend. Ich hab mir eine Handtasche und eine Kette gekauft und dann sind wir den Alkohol kaufen gegangen. Als ich wieder nach Hause gekommen bin haben mich meine anderen Mitbewohnerinnen mit Ballons, Kuchen und Schokolade überrascht!

Den Rest des Abends haben wir dann mit dekorieren verbracht. Das Motto des Abends war Gold, da ich meinen Goldenen Geburtstag hatte: 22Jahre am 22. Wir haben alle etwas goldendes angezogen und Schilder mit Gold-Glitzer verziert.



Zu meiner Party sind dann richtig viele Leute gekommen, die auch wie erwünscht Alkohol mitgebracht haben, sodass die Party ein voller Erfolg wurde. Bis um 2 haben wir gefeiert und dann ging die After-Party mit meinen Roommates und deren Freunden los. Mit Eli und Alex bin ich noch zum Lighthouse, wo wir noch bis 4 gefeiert haben. Ein wirklich außerordentlich schöner Geburtstag, der meine Erwartungen weit übertroffen hat!

Am Samstag ging das feiern dann etwas ruhiger weiter. Zunächst Beer-Pong bei meinen alten Roomies und dann noch drei weitere kleinere Partys. Ich hab sogar mal wieder ein Becks getrunken!

Jetzt sitze ich schon wieder in der Bibliothek und versuche mich auf meine Texte zu konzentrieren, damit ich am Wochenende wieder Zeit habe nach Mammoth zu fahren…

Montag, 4. Januar 2010

Silvester in den Bergen mit dem UCSB Snow Team

Am Samstag Abend bin ich in Mammoth Lakes bei unserem Cabin angekommen. Leider waren wir die ersten die dort aufgekreuzt sind und natürlich hatten wir keinen Schlüssel. Wir haben dann 3std im Auto und bei Carl’s Jr. verbracht bis endlich Ingmar mit dem Schlüssel gekommen ist. Kein besonders toller Anfang des Trips…

Aber es sollte besser werden. Unser Cabin ist super. Im Erdgeschoss sind 3 Schlafzimmer mit jeweils einem Bad. Im 1.Stock ist die Küche, das Wohnzimmer mit Kamin, Couch, Esstisch und Fernseher und noch ein Badezimmer. Dann geht’s noch mal die Treppe hoch ins Dachgeschoss wo es reichlich Stauraum und noch 4 Betten gibt. Ich habe eines dieser Betten bekommen und muss nicht auf dem Teppich schlafen.

Sobald alle da waren, die an diesem Tag ankommen sollten ging dann die Party los. Da ich die einzige war, die legal Alkohol kaufen durfte sind wir mal eben die paar Schritte zu Vons rüber gefahren und ich hab ein 30pack Bier und 1 handle Jim Beam gekauft. Das alles wurde dann von 8 Leuten geleert. Ich habe auch ein neues Spiel gelernt: Dices. Man sitzt um einen Tisch herum und der Reihe nach muss jeder mit 2 Würfeln würfeln. Bei 7, 11 und Pasch darf jemand ausgewählt werden, der dann das Bier trinken muss, dass in der Mitte steht. Während er trinkt darf weitergewürfelt werden. Wenn er nicht fertig ist bis zur nächsten 7, 11 oder double dann muss er noch mal trinken. Sehr lustig das ganze.

Der nächste Morgen war dann nicht so lustig. Jeder von uns hatte einen Kater und fast jeder musste kotzen… Mir ging es richtig schlecht, aber ich bin dann doch gegen halb 11 zur Piste aufgebrochen, mit meinem Snowboard. Ich hab ganz in Ruhe ein paar Fahrten auf dem Anfängerhügel gemacht und dann noch zwei Abfahrten auf einer anspruchsvolleren Piste. Zwischendurch hab ich immer wieder an meiner Bindung rumgeschraubt und letztendlich dann auch eine Einstellung gefunden die passt;-) Im Laufe des Tages hab ich mich immer sicherer gefühlt auf dem Board und bin auch nicht mehr so viel hingefallen wie letztes mal.

Abends, direkt nach der Piste wurde dann weiter getrunken. Wir hatten noch mehr Jim Beam und fast jeder der Neuankömmlinge hat noch mehr Bier mitgebracht. Auch Tequila und Jägermeister wurden geleert. Ich hab mich allerdings etwas zurückgehalten diesmal. Aber mehrere Leute haben ein komplettes Blackout und können sich an gar nichts mehr erinnern;-)

Am Montag konnte ich dann Skifahren, weil Haley mir ihre alten Renn-Skier und Skistiefel mitgebracht hat. Die Stiefel waren zwar etwas zu eng, sodass mir meine Füße immer eingeschlafen sind, aber ansonsten war echt alles super. Ich bin ein wenig im Gebiet herumgekommen und hab ein paar coole Pisten kennengelernt. Zunächst war ich mit Silvan und Chris unterwegs, aber Silvan wollte dann lieber in den Freestyle Park, wo er dann auch sogleich gestürzt ist und sich das Handgelenk gebrochen hat und erstmal ins Krankenhaus musste. Ich war zu diesem Zeitpunkt aber nur noch mit Chris unterwegs. Später ist dann noch Jon zu uns gestoßen, der das Gebiet schon von letztem Jahr kennt und uns ein paar neue Lifte gezeigt hat. Er hat uns auch abseits der Piste durch einen Baumparcours geführt, was ich nicht so toll fand, aber das macht hier jeder…

Als wir dann von der Piste gekommen sind hatte ich immer noch nichts von Silvan gehört, außer seinem Anruf auf dem Weg ins Krankenhaus um 12. Ich hab mich also mit Yulia auf den Weg ins Krankenhaus gemacht um nachzusehen was da los ist. Silvan’s Arm wurde gerade geschient und wir konnten ihn dann mitnehmen erst zur Apotheke und dann nach Hause. Abends wurde dann wieder gefeiert, weil noch mehr neue angekommen sind. Diesmal hab ich aber wirklich nichts getrunken und bin relativ früh schlafen gegangen.

Am Dienstag war ich dann super ausgeschlafen und bin schon gegen 9 los auf die Piste. Diesmal hatte ich bequemere Stiefel, die Allison mir mitgebracht hat. Ich bin dann den ganzen Tag allein unterwegs gewesen. Es hatte über Nacht ca 20cm geschneit und die Pisten waren alle unpräpariert aber leider schon zerfahren. Aber ich hab mich sehr gut geschlagen und bin sehr kontrolliert den Berg runter gekommen. Da aber so schönes Wetter war, war es auch sehr voll und das warten an den Liften hat die meiste Zeit in Anspruch genommen. Allein kann man aber immer die Single-line nehmen und kommt so meist schneller nach oben. Nachmittags hab ich dann Slalom racing trainiert auf einem extra für uns gesteckten Parcours. Das ging zuerst auch ganz gut, aber als das ganze dann ausgefahren war, hatte ich große Schwierigkeiten in der Spur zu bleiben.

Abends wurden dann die Trikots für die Skirennen ausgegeben und dann wurde gefeiert. Diesmal haben wir aber darauf geachtet, dass wir alle genug Wasser trinken. Mikey war den Abend über der “waterboy” und hat uns alle mit Wasser aus einem großen Krug versorgt. Dazu gab es dann Wein, Bier, Vodka, Rum, und natürlich Jim Beam. Die Party ist dann irgendwann zu einer no-Shirt party geworden, Jungs oberkörperfrei, Mädels im BH.

Am Mittwoch war das Wetter dann nicht so gut. Es hatte schon die ganze Nacht über geschneit und es war total windig. Daher wurden alle für den Tag angesetzten Rennen abgesetzt. Ich bin trotzdem schon um kurz nach 8 mit Haley, Josh und Yulia aufgebrochen zur Main Lodge. Dort haben wir allerdings gesehen, dass kaum Lifte offen waren und das gesamte Gebiet in Nebel und Schneewolken versunken war. Außerdem hat es gestürmt. Wir haben also beschlossen ins Nachbarskigebiet June Mountain zu fahren, weil es dort erfahrungsgemäß nicht so windig ist.

Und wir hatten Glück, nach nur 15min Fahrt durch den Schnee sind wir im sonnigen June angekommen. Unseren Mammoth Skipass konnten wir auch dort verwenden und so hatten wir zu viert einen wirklich schönen Tag. Der Schnee war super auf meist präparierten Pisten. Powder gabs nur zwischen den Bäumen. Ich habs ausprobiert, aber das ist wirklich nicht mein Ding. Ich bin dann also auf den leeren Pisten gefahren. Und später waren wir dann noch im Funpark.

Zurück im Cabin mussten wir uns dann von Silvan verabschieden, der für eine OP zurück nach Santa Barbara musste. Abends wurde dann wieder ein bisschen gefeiert. Einige hatten das schlechte Wetter als Anlass genommen den ganzen Tag über im Cabin zu bleiben und zu trinken…

Am Donnerstag waren dann die Slopestyle Rennen angesetzt. Zum ersten Mal ist quasi das gesamte Team auf der Piste zusammengekommen entweder um an dem Rennen teilzunehmen oder um die anderen anzufeuern. Ich war mit meinem Snowboard unterwegs und hab einige erfolgreiche Abfahrten gemacht bevor das Rennen angefangen hat. Es war dann sehr interessant mal zu sehen wie die anderen so drauf sind. Auch die Leute von den anderen Unis kennenzulernen war cool. Leider hab ich die anderen nach dem Rennen sofort wieder verloren, weil ich auf dem Snowboard nicht schnell genug folgen konnte und dann auch noch ziemlich spektakulär gestürzt bin. Hab mich mehrmals überschlagen und bin dann quasi auf dem Kopf gelandet. Zum Glück hatte ich nen Helm auf und hab mir nichts getan… Rachel hatte nicht so viel Glück. Wie wir erst später erfahren haben hat sie sich beim Slopestyle an der Hüfte verletzt. Gebrochen ist wahrscheinlich nichts, aber die nächsten Wochen muss sie trotzdem an Krücken gehen.

Abends war dann eine große Silvesterparty bei uns im Cabin. Wir hatten einen DJ und haben jede Menge Alkohol gekauft. Ein paar Leute von anderen Schulen sind vorbeigekommen und wir hatten eine super Tanzparty bis die Nachbarn sich beschwert haben. Außerdem wurden alle neuen mit einer Zeremonie im Team begrüßt. Wir mussten shirtless in den Schnee und dann einen Schluck aus der Jim Beam Handle nehmen. Das neue Jahr wurde dann mit noch mehr Alkohol und einem Countdown begrüßt und dann war die Party mehr oder weniger zu ende.

Am Freitag waren die meisten aus dem Team dann zu verkatert um unser Cabin zu verlassen. Ich allerdings bin mit Iris um 9uhr gestartet um die leeren Pisten zu genießen. Wir hatten richtig guten Schnee und haben zusammen ein paar Abfahrten gemacht. Aber Iris war auch etwas verkatert und ist außerdem nicht so eine gute Skifahrerin, sodass sie dann beschlossen hat vorzeitig nach Hause zu fahren. Ich bin noch bis um halb 3 auf der Piste geblieben und als ich zurückgekommen bin war die Hälfte des Teams schon abgereist und die andere Hälfte hat noch/ wieder geschlafen…

Abends wurde dann ganz ruhig gefeiert, mit ein paar Bierchen, ein paar Filmchen und mit einem Puzzle ;-)

Am Samstag war dann das nächste Rennen angesetzt: Riesenslalom. Leider hat sich am Start herausgestellt, dass ich aus Versehen als Snowboarderin angemeldet wurde… ich konnte trotzdem am Rennen teilnehmen, aber wie mein Ergebnis gewertet wird ist immer noch nicht klar… Nach dem ersten Durchgang war ich auf Platz 1 und soweit ich das gesehen hab hatte ich auch nach dem 2. Durchgang noch die schnellste Zeit. Das offizielle Ergebnis wurde noch nicht veröffentlicht, aber es wurde ein anderer Name als Siegerin genannt… mal sehen wie das endet… Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit meinen beiden Läufen und kann das nächste Rennen in 2 Wochen gar nicht abwarten ;-)

Nach dem Rennen sind wir dann noch ein paar Stunden über die erstaunlich leeren Pisten gebrettert, diesmal war ich mit Yulia, Alison, Melissa und Danny unterwegs, und um 2 haben wir dann im Cabin alle verderblichen Lebensmittel aus dem Kühlschrank zu einem Festmahl verarbeitet und haben uns anschließend auf den Heimweg gemacht.

Danny hat mich in seinem Suburban mitgenommen. Unterwegs haben wir bei einem Casino gehalten, wo wir 10$ Guthaben for free bekommen haben. Ich hab ein Teil davon verspielt, mir aber am Ende 4$ auszahlen lassen. Geschenktes Geld!

Abends gegen halb 11 bin ich dann in IV angekommen und war einfach nur froh endlich mal nichts zu tun. So schön die letzten drei Wochen Ferien auch waren, mit Hawaii, San Francisco und Mammoth, jetzt brauch ich mal ne Pause… ;-)

Ich wünsch euch allen ein Frohes neues Jahr und hoffe ihr seid gut reingerutscht!!!

PS: Sorry dass ich keine Fotos hochlade... ich hatte einfach keine Lust mehr meine Kamera zu benutzen...