Sonntag, 15. November 2009

San Francisco - Meine neue Lieblingsstadt

Es war ein super Wochenende, an dem so viel passiert ist, dass ich es hier unmöglich in der Ausführlichkeit beschreiben kann die meine Blogeinträge sonst immer aufweisen. Ich werde mich heute etwas kürzer fassen, auch da ich immer mehr für die Uni zu erledigen habe…


Also letztes Wochenende sind wir am Freitag morgen mit einer Gruppe von 7 internationalen Studenten nach Sna Francisco aufgebrochen. Wir haben uns einen Van gemietet und sind dann den Highway 1 hochgefahren, immer an der Küste entlang. Vom Highway 1 wird immer behauptet, dass dies der schönste Roadtrip ist den man sich vorstellen kann und dam kann ich nur zustimmen. Die Landschaft war echt atemberaubend schön. Wir hätten eigentlich nach jeder Kurve anhalten können um Fotos zu machen oder einfach nur mal genauer hinzusehen, aber leider hatten wir dafür keine Zeit, wir wollten ja schließlich so viel es geht von der Strecke noch im Tageslicht sehen. Wir haben also nur dreimal kurz gestoppt, einmal bei einer wunderschönen Bucht mit einer Seehundkolonie am Strand, dann nocheimal bei der schönsten Aussicht auf die Küste, obwohl dieser Stop eher unfreiwillig aufgrund einer Reifenpanne war und dann noch mal zum Essen. Wir hatten jede Menge Spaß im Auto und haben unseren Radiosender aus Santa Barbara “103.3 the Vibe” so lange genossen wie es eben ging. Und haben im Auto dann einen sehr beeindruckenden Sonnenuntergang gesehen.


Nach Sonnenuntergang sind wir dann vom Highway 1 auf den 101 gewechselt, der wesentlich schneller ging und sind dann gegen halb acht in San Francisco angekommen. Wir haben gleich in unserem Hostel eingecheckt und hatten Glück ein eigenes Zimmer für uns 7 zu bekommen. Dann sind wir auch schon gleich weitergezogen. Zu Fuß gings zum Union Square und dann ein wenig durch die Straßen auf der Suche nach etwas essbarem. Wir sind dann in einem typischen amerikanischen Diner gelandet.


Danach sind wir dann noch ein wenig weiter durch die Straßen gelaufen auf der Suche nach einer Bar in der wir alle etwas zu trinken bekommen. Das gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, da Dorien und Sophie beide erst 20 sind und man in den USA bekannterweise ja erst mit 21 Alkohol trinken darf. Wir wurden jedenfalls aus der Bar wieder rausgeschmissen und haben uns dann im Supermarkt selbst Zutaten für “Amaretto stur” gekauft. Im Hostel haben wir uns dann in den Gemeinschaftsraum gesetzt und unsere eigene Bar eröffnet.

Am nächsten morgen haben wir uns nach dem für ein Hostel überdurchschnittlich guten Frühstück (es gab Bagels) auf den Weg zur Golden Gate Bridge gemacht. Wir sind dort mit dem Bus hingefahren und sind dann bis zur Hälfte der Brücke gelaufen. Und was soll ich sagen, San Franciscos Wahrzeichen ist einfach riesig groß. Diese Dimensionen kann man auf einem Foto einfach nicht festhalten.



Danach sind wir mit einem anderen Bus zum Golden Gate Park gefahren. Dieser Park ist eine der größten Grünanlagen überhaupt und beherbergt neben einfachen Parkanlagen auch einen Japanischen Teegarten, ein Museum, ein Planetarium und den Botanischen Garten. Auf unserem Weg zur nächsten Bushaltestelle sind wir dann auch durch den Botanischen Garten durch. Bevor wir den Bus zurück in die Innenstadt genommen haben waren wir dann noch in einem Sushirestaurant wo mich die anderen dazu überredet haben Sushi zu probieren. Ich hab mir aber wahrscheinlich das falsche ausgesucht, jedenfalls hat mir der Fisch da drinnen gar nicht geschmeckt. Ich bleib beim vegetarischen Sushi!


Auf unserem Weg zurück in die Innenstadt wurde es dann auch schon langsam dunkel, sodass wir unsere Pläne die City Hall und die Victorianischen Häuser mit der Skyline im Hintergrund noch zu sehen auf den nächsten Tag verschieben mussten. Wir haben stattdessen das weltberühmte Cable Car genommen und sind einmal quer durch die Stadt gefahren bis zur Fisherman’s Wharf. Und ich muss sagen, dass die Cable Car fahrt wahrscheinlich das beste an diesem Wochenende war. Es ging steil bergauf und bergab und ich hab mich ein wenig wie in einer Achterbahn gefühlt, nur dass das ganze nicht so schnell war. Ich hab ein paar Videos von der Fahrt gemacht, aber die gefühlte Geschwindigkeit kommt nicht rüber.



An der Fisherman’s Wharf haben wir uns dann eine heiße Schokolade bei Starbucks geholt und uns eine Freundschaftstasse gekauft und sind dann an den Piers entlang gelaufen und haben uns noch neue verspiegelte Sonnenbrillen zugelegt. Im dunkeln hatten wir dann einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline und sind dann noch zum Pier 39 gegangen wo es jede Menge kleine lustige Shops gab. Auch einen Laden mit Schokolade. Dort gab es sogar Ritter Sport, Milka und Lindt!!!

Dann ging es weiter zum Abendessen nach Chinatown. Ellen, die Chinesin die wir dabeihatten hat für uns im Chinarestaurant 5 verschiedene Gerichte bestellt die wir dann alle probieren konnten und dazu gabs chinesischen Wein (schmeckt ein bisschen wie Sojasauce nur erwärmt). Wir haben uns noch jeder ein chinesisches Bier mitgenommen und sind dann zurück ins Hostel gelaufen. Dort haben wir uns wieder unten hingesetzt, Postkarten geschrieben und unser Bier getrunken.

Am nächsten Morgen gings dann schon früh raus, weil wir eine Tour auf Alcatraz der Gefängnisinsel inmitten der San Francisco Bay gebucht hatten. Wir sind also zur Schiffsanlegestelle und konnten dann auf dem Schiff die Stadt mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Tour war dann eine individuelle Audiotour, die etwa eine stunde dauert. Danach sind wir noch ein wenig auf der Insel umhergelaufen und haben Fotos gemacht, bevor es dann mit dem Schiff wieder zurück aufs Festland ging.




Wir haben dann beschlossen auf der Market Street shoppen zu gehen. Aber da wir vorher noch was essen wollten hatten wir leider nur noch zeit für eine halbe stunde durch Old Navy zu laufen und so schnelle s geht alles mögliche anzuprobieren. Dann sind wir auch schon wieder zum Hostel um unser Auto und unser Gepäck abzuholen. Denn wir wollten unbedingt noch mit dem Auto die Lombard Street runter fahren und dann noch die City Hall und die Victorianischen Häuser sehen, die wir am Vortag nicht mehr geschafft hatten. Wir haben alles gerade so vor Sonnenuntergang geschafft und haben uns dann in der Rushhour wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

Mein Fazit des Wochenendes: Sightseeingtechnisch waren wir sehr erfolgreich und haben eigentlich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zumindest kurz gesehen. Mein persönliches Highlight war die Fahrt mit dem Cable Car mitten in den Sonnenuntergang hinein. Aber was mich an San Francisco so begeistert hat war die einmalige Atmosphäre. Im Kontrast zu den doch eher Kleinstadtähnlichen Isla Vista und Santa Barbara war in San Francisco endlich mal wieder Großstadtfeeling angesagt. Und es war alles so Europäisch. Die Architektur hat mich an einen Mix aus Paris und Barcelona erinnert gemischt mit den typisch amerikanischen Wolkenkratzern und Größenwahn. Auch die Menschen in San Francisco sehen nicht so Amerikanisch aus sondern irgendwie bekannt europäisch und ich hab mich dort auf Anhieb wohl gefühlt.

Ich bin sehr froh, dass ich zu Weihnachten noch einmal die Gelegenheit haben werde San Francisco zu erleben und kann es jetzt schon kaum mehr erwarten dorthin zurückzukehren!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen