Dienstag, 23. Februar 2010

Going Pink...

Sorry dass ich so lange nichts geschrieben habe… ich hatte wirklich viel zu tun und auch das tippen fällt mir gerade etwas schwer…

Also, wie schon im letzten Post erwähnt wollte ich mich in der Woche nach meinem Geburtstag auf meine Hausaufgaben konzentrieren. Daraus wurde leider nichts…

Am Montagabend, als ich mich gerade widerwillig an meine Hausaufgaben gesetzt hatte bekam ich eine SMS von Jarrick, einem Kumpel von Michelle, den ich eigentlich gar nicht mal so gut kenne. Er wollte im Dublin’s einem Pub in IV ein paar Bier trinken. Ich hab Michelle angerufen ob sie auch mitkommt und ganz spontan haben wir unsere Texte und Outlines ohne schlechtes Gewissen zurückgelassen und haben uns ein paar Pitcher Weizenbier geteilt. Es war alles sehr eigenartig, bis sich herausgestellt hat, dass es Jarrick’s Geburtstag war und er einfach wahllos Leuten bescheid gesagt hat.

Nach diesem kleinen Ausflug war ich dann doch ein wenig angetrunken, sodass das mit dem studieren für den Rest des Abends gelaufen war… aber nicht so schlimm ;-) Stattdessen hab ich mir in dem Mexikanischen Fast-Food Restaurant Super Cucas eine Quesadilla gekauft mit Guacamole Dip. Das war echt köstlich!!! Und den Rest des Abends hab ich dann mal mein Zimmer aufgeräumt, da hab ich ja sonst auch keine Zeit für…

Am Dienstag war ich dann ganz vorbildlich und hab mich für 5std in die Bibliothek gesetzt und konzentriert aufgeholt, was ich am Vorabend versäumt habe. Ich musste einen Essay schreiben wo ich mich beruflich in 10 Jahren sehe und einen realistischen Plan aufstellen wie ich dahin komme. Da ich weiterhin keine Ahnung hab was ich mal machen will hab ich mir einfach jede Menge ausgedacht: ich werde also nach meinem Bachelor noch nen Master dranhängen in internationalen Beziehungen. Den werde ich in Barcelona machen in einem speziellen bilingualen Englisch-Spanischen Programm machen. Dann werde ich Praktika in der EU und im Europaparlament machen, und auch noch ein Auslandssemester in China oder Japan machen. Nebenbei werde ich weiter bei Mep arbeiten und aufgrund meiner guten Empfehlungen in einer weltweit operierenden Catering Agentur arbeiten und dank meiner Kontakte zur EU deren Kundenkreis ausbauen. Dann bewerbe ich mich beim Auswärtigen Amt für den höheren Dienst und werde genommen. Meine einjährige Ausbildung mache ich zur Hälfte in Berlin und zur Hälfte in einem Afrikanischen oder Südamerikanischen Land. Und dann arbeite ich zwei Jahre im Auswärtigen Amt in Berlin bevor ich nach San Francisco versetzt werde und 120000$/Jahr verdiene ;-) Alles völliger Bullshit, aber es hat Spaß gemacht sich das alles auszudenken! (und ich hab auch 100% auf diesen Essay bekommen ;-)

Am Mittwoch bin ich dann Nachmittags mit meiner Mitbewohnerin Jaclyn zu Chinos gegangen, wo es Bier für einen Dollar gab. Ich wollte eigentlich nur eins trinken, aber bei dem Preis… danach hab ich mir was leckeres gekocht (Zucchini, Hackfleisch, Schafskäse- Ragout) und dann wars auch schon Zeit für mein Indoor Fußballspiel, das wir wieder glorreich gewonnen haben ;-)


Am Donnerstag hab ich dann meine Tasche für Mammoth gepackt und festgestellt, dass alle meine Sachen dreckig waren… ich musste also noch ganz schnell meine Wäsche im Waschsalon waschen und musste mich übelst beeilen. Ich musste nämlich auch noch ein Buch und einen Reader kaufen und einen Check einzahlen, und und und… Ich habs alles rechtzeitig geschafft und hab sogar noch mit meiner anderen Mitbewohnerin Alex ein Monster-Bier bei Woodstocks getrunken bevor ich mich in Danny’s Party-Suburban gesetzt habe und den Weg nach Mammoth angetreten habe.

Wir haben natürlich wieder sehr lange gefeiert, bis ca um 3 uhr morgens und sind trotzdem um 8:30 aufgestanden und waren um kurz vor 10 auf der Piste. Da dieses Wochenende keine Rennen anstehen hab ich beschlossen meine Snowboard-Skills zu verbessern. Und es hat am ersten Tag auch tatsächlich sehr gut geklappt. Ich bin kaum gestürzt und habe sogar ein paar sehr schöne Carving und auch enge Bögen geschafft. Ich kann jetzt da Bögen fahren wo ich will und hab mein Board mehr oder weniger unter Kontrolle. Ich bin gerade dabei auch noch Fakie fahren zu lernen, d.h. mit dem anderen Fuß vorne, quasi falschrum fahren… ganz schön tricky ;-)

Abends haben wir dann wieder richtig gefeiert, mit ganz viel Jim Beam… Und am nächsten morgen bin ich dann mit einer größeren Gruppe von Snowboardern zur Piste aufgebrochen. Es hat auch alles sehr gut geklappt, trotz Schneefall und sehr schlechten Sichtverhältnissen. Doch dann so gegen 11 hatte ich leider einen kleinen Unfall: Sarah mit der ich unterwegs war wusste nicht wo’s langgeht und ist mitten auf der Piste stehengeblieben, damit ich vorfahren kann. Leider hab ich mich etwas verschätzt und die Kurve nicht mehr richtig bekommen und konnte leider auch nicht mehr richtig bremsen. Ich bin also in Sarah rein gefahren und sie ist direkt auf mich drauf gefallen. Meine rechte Hand ist nach hinten umgeknickt und hat schrecklich wehgetan. Ich bin nach kurzer Pause dann aber noch die restlichen 200m bis zur Mainlodge gefahren, wo ich dann erstmal meine Hand unter die Lupe genommen habe… war alles ein wenig angeschwollen… ich bin dann also zur Skipatrol gegangen, damit die mir sagen können ob ich ins Krankenhaus muss bzw. ob was gebrochen ist. Die haben mir ne Schiene verpasst, die man selbst zurechtbiegen kann und eine coole Schlinge. Die meinten auch, dass vermutlich nichts gebrochen ist, weil ich nicht vor Schmerzen schreie, aber dass ich es besser mal im Krankenhaus röntgen lassen sollte. Da ich aber weiß wie teuer eine Krankenhausbehandlung in den USA ist, bin ich lieber nach Hause gefahren und habe meine Hand mit Schnee gekühlt…

Bald sind dann auch die anderen nach Hause gekommen und ich habe mit Melissa und Val angefangen Wein zu trinken. Danach haben wir noch Bier und Whiskey und noch mehr Wein getrunken, sodass ich fast keine Schmerzen mehr gespürt habe ;-) Mir gings sogar so gut, dass ich abends beschlossen habe noch mit Lyndsay in eine Bar zu gehen. Wir haben den ganzen Abend getanzt und ich mit meiner Schiene und Schlinge wurde von allen ungläubig angeschaut… Um 1uhr morgens als die Wirkung des Alkohols langsam nachgelassen hat tat mein Arm dann aber so weh, dass ich den Bus nach Hause nehmen musste. Ich hab sofort Schmerzmittel genommen weil ich es absolut nicht mehr ausgehalten habe und diese Nacht war wirklich schlimm, ich habe kaum geschlafen…

Am nächsten morgen, nach weiteren Schmerzmitteln gings mir dann aber wieder einigermaßen gut, sodass ich beschlossen habe Skizufahren, nur halt ohne Skistöcke… das ging auch ganz gut… Und nachmittags gings dann wieder zurück nach Santa Barbara. Keine so lustige Fahrt, zugedröhnt mit Ibuprofen…

Am nächsten morgen bin ich dann gleich in die Notaufnahme der Campuseigenen Klinik gegangen, wo mein Handgelenk geröntgt wurde und man mir mitteilte, dass tatsächlich die Speiche im Handgelenk gebrochen ist… ich hab also am nächsten morgen nen netten Gips verpasst bekommen - in Pink - den ich jetzt mindestens 4 Wochen tragen muss… und seitdem ist mein Leben echt kompliziert, ich bin jetzt linkshändig und offiziell körperlich behindert. In all meinen Kursen bekomme ich Notetaking service, d.h. jemand schreibt für mich mit und auch meine Klausuren darf ich auf andere Art und Weise schreiben, ich bekomme eine extra Session und darf tippen anstatt schreiben...


Kleine Dinge wie duschen, kochen, Abwasch machen oder Fahrrad fahren sind super kompliziert oder schlichtweg nicht möglich und ich bin froh dass mir meine Mitbewohnerinnen so lieb helfen! Ich habe auch stärkere Schmerzmittel bekommen “Vicodin” dass ich dann am Mittwoch morgen gleich mal überdosiert habe. Ich war für 3 stunden völlig ausgeschaltet und konnte nur auf der Couch liegen… danach hab ich die Schmerzmittel abgesetzt und bin wieder zum Alkohol übergegangen ;-)

Abends sind wir Downtown gefahren in die Sandbar und haben dort ein Konzert der Reggae-Band von Jaclyns Freund besucht und sind danach noch in eine andere Bar gegangen. Am Donnerstag bin ich dann zu Albertsons gefahren und habe eingekauft, musste mich aber sehr beschränken, weil ich ja nicht so viel tragen kann im Moment… Abends war ich dann in meinem alten Haus und habe in Michelle’s Geburtstag reingefeiert. Sie hat von ihren Großeltern Geld bekommen und beschlossen dasin guten Alkohol zu investieren, sodass wir u.a. Grey Goose Vodka und Patrón Tequila hatten und uns Granatapfel Cosmopolitans mixen konnten. Sehr lecker! Dann haben wir noch ein wenig Beer Pong gespielt und den Abend ausklingen lassen.


Am Freitag haben Torrey und ich uns dann trotz Regen auf den Weg gemacht in den Waschsalon und als wir fertig waren war es schon fast zu spät für mich um nach Mammoth zu fahren. Habs dann gerade noch rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft und auf gings in Danny’s Suburban… In Mammoth haben wir dann wie üblich viel gefeiert. Diesmal hatte ich jedoch nicht das Glück ein Bett zu erobern und musste in meinem Schlafsack auf dem Küchenboden schlafen.

Am nächsten Morgen gings dann früh auf die Piste in den Neuschnee. Der geplante Riesenslalom wurde abgesagt und ich bin mehr oder weniger gut auf den zugeschneiten Pisten herumgerutscht. Die anderen sind alle in den Tiefschnee und zwischen den Bäumen gefahren, sodass ich wieder allein unterwegs war. Das war aber auch nicht schlecht, so konnte ich wenigstens kontrolliert mein eigenes Tempo fahren und aufpassen nicht auf meinen Arm zu fallen. Abends haben wir dann im UCLA Cabin gefeiert. Eigentlich waren nur 10 von uns eingeladen, aber wir sind einfach zu 30st aufgekreuzt, haben jede Menge Jim Beam und Bier mitgebracht, und eine riesige Party aus der ganzen Sache gemacht. Wir haben unsere eigene Musik aufgedreht und quasi deren Haus zerstört… eine sehr lustige Party…
und jeder hat auf meinem Gipsarm unterschrieben :-D


Am Sonntag ist dann der Slalom am Vormittag auch ausgefallen wegen zu viel Neuschnee, aber am Nachmittag hat dann tatsächlich das Skiercross Rennen stattgefunden. Ich hatte leider beim Start den Nachteil, dass ich mich weder abstoßen konnte noch meine Skistöcke festhalten konnte, sodass ich das Rennen quasi am Start schon verloren habe. Ich hab aber gut aufgeholt und bin am ende in meinem Lauf knapp Dritte geworden, fast mit einem Fotofinish um Platz 2. Es hat riesigen Spaß gemacht, aber leider hat mein Arm danach wieder sehr wehgetan, sodass ich dann nur noch nach Hause wollte…

Unter der Woche ist dann nicht viel passiert. Am Montag musste ich dann im Büro meines Profs ein Quiz nachholen. Am Dienstag hat Torrey ein paar Freundinnen zum Taco Tuesday eingeladen und ich konnte mit ihnen mitessen. Am Mittwoch hatte ich dann mein Midterm in Sport Psychologie und am Donnerstag hatte ich frei, weil ich das andere Midterm nicht schreiben konnte wegen meinem Handgelenk. Offiziell kann ich ja immer noch keinen Stift halten ;-)

Am Freitag war dann Jaclyn’s Geburtstag. Den ganzen Tag über hat sie mit einigen Freunden auf unserer nun fertig gestellten Terrasse gefeiert (der Boden ist jetzt mit Sand bedeckt, wir haben also einen Strand auf unserem Balkon) Ich habe währenddessen für ein Gruppenprojekt gelesen… bin zum Frisör gegangen… und habe dann den Sonnenuntergang angeschaut. Abends bin ich dann mit Jaclyn nach Downtown gefahren und wir haben in einer teuren Sushibar gegessen bzw saki-bombs getrunken. Anschließend sind wir in eine andere Bar, das Omalleys, ins Wildcat und dann wieder ins Omalleys gegangen. Ein sehr schöner Abend.


Am nächsten morgen bin ich dann nach San Diego gefahren…

Sonntag, 24. Januar 2010

Welcome to the 03

So, ich bin also zurück in Isla Vista und bin erstmal umgezogen. Ich wohne jetzt direkt am Meer, in einem Appartment mit riesigem Balkon und 5 super netten Mitbewohnerinnen. Der Ausblick über den Strand, das Meer, die Channel Islands usw. ist überwältigend und besonders die Sonnenuntergänge sind atemberaubend. Wir haben auch eine Hängematte in der man gemütlich in der Sonne liegen und lesen kann. Schön ist auch das Rauschen der Wellen zu dem ich jetzt immer einschlafen und aufwachen kann! Das ist echt ein Traum hier leben zu dürfen!!!



Ich bin in einem Zimmer im Erdgeschoss mit Victoria, auch Torrey genannt. Sie ist super nett, hilfsbereit und so wie ich mir eine Mitbewohnerin immer vorgestellt hab. Es ist echt einfach mit ihr zu leben. Sie ist Kunst-Studentin, Veganerin und hat eine Schlange, die aber im Terrarium bleibt wenn ich zu Hause bin. Torrey hat außerdem ein Auto und nimmt mich gerne in den Waschsalon oder zum Einkaufen mit.



Meine anderen Mitbewohnerinnen Jaclyn, Eli, Anna und Alex sind auch super unkompliziert. Alle sind in ihrem letzen Jahr an der UCSB und kennen sich entsprechend gut aus und wissen auch immer wo die guten Partys steigen ;-)

Ich konnte in meiner ersten Woche leider nicht so viel mitfeiern, weil ich noch 3 Research Paper für das Fall Quarter schreiben musste. Ich hab mich also die meiste Zeit in die Bibliothek verabschiedet und habe es dann auch tatsächlich geschafft am Samstag alles einzureichen. Noch am gleichen Tag hat mein Professor meine Endnote für den Kurs eingetragen: A+, da bin ich mächtig stolz drauf!

Am Samstag Abend haben wir dann bei uns im Haus eine Party geschmissen: Willkommensparty für mich und Balkon Einweihungsparty für die anderen. Wir haben draußen auf dem Balkon Beer Pong gespielt bis nach und nach unsere Gäste kamen. Irgendwann war es dann zu voll um noch weiter zu spielen und leider ist uns auch der Alkohol ausgegangen. Nichtsdestotrotz war es eine sehr lustige Party und es war schön alle meine Freunde nach drei Wochen mal wieder zu sehen!


Die nächste Woche verging dann mit viel Uni und lernen. Dieses Quarter wird wahrscheinlich noch arbeitsintensiver als das letzte und ich hab jeden Tag mind. 5std in der Bibliothek verbracht… Ich fühl mich jetzt schon gehirntot und glaube nicht dass ich noch viel an Informationen aufnehmen kann… naja, was muss das muss… ich bin ja eigentlich zum studieren nach Kalifornien gekommen. Meine neuen Kurse sind auch echt interessant: Sport Psychologie und Sport Management belege ich quasi nur aus Eigeninteresse und Theory of Race ist wieder bei dem Prof der mir das A+ gegeben hat… nur halt richtig viel Arbeit…

Aber jedes Mal wenn ich nach Hause komme und den Ausblick genieße und den beruhigenden Wellen lausche ist das Leben wieder schön!!!

Ich spiele auch dieses Quarter wieder Hallenfußball, wieder mit den anderen EAP Studenten in der Männer Liga. Macht weiterhin Spaß. Leider sind in der ersten Woche unsere Gegner nicht aufgetaucht, sodass wir Teamintern Europäer gegen Südamerikaner gespielt haben, natürlich haben die Europäer Dank disziplinierter deutscher Abwehrarbeit gewonnen ;-) In der nächsten Woche haben wir dann gegen ein richtiges Team problemlos 7:2 gewonnen.

Am zweiten Wochenende des Quarters war ich dann wieder in Mammoth. Unser zweites Rennwochenende stand an. Ich habe am Riesenslalom für das B-Team der UCSB teilgenommen und bin in dieser Wertung fünfte geworden, allerdings mit der 16.-besten Zeit in der Gesamtwertung. Im Slalom bin ich dann zweite in der B-Team Wertung geworden und 9. Der Gesamtwertung und im Skiercross hab ich mir einen 4. Platz erkämpft.
Ansonsten bin ich dieses Wochenende nur Ski gefahren und hab das Snowboard im Cabin gelassen. Ich war auch meist mit anderen Teammitgliedern unterwegs, was zwar lustig aber nicht besonders gut für meine Technik war. Amerikaner lieben es schnell zu fahren anstatt schön und haben zudem eine Vorliebe für das Tiefschneefahren in den Wäldern. Da ich weder richtig Powder Skifahren kann noch das Risiko eingehen möchte mit Menschen oder Baümen zusammenzustoßen hatte ich weniger Spaß und werde wohl demnächst wieder allein unterwegs sein…

Was an diesem 4-tägigen Skitrip noch nicht so toll war, waren die vielen Leute. Da noch ein anderes Team aus Sacramento bei uns unterkommen sollte haben wir noch ein zweites Cabin gemietet, dass allerdings nur mit dem Auto zu erreichen war. Unser Team wurde also gespalten und ist nur zu Parties abends mal zusammengekommen. Außerdem hat die Abwesenheit unserer Skiteam Präsidentin Kim zu einer wirklich widerlich dreckigen Küche geführt, in der niemand sein Geschirr gespült hat und überall Müll und Essensreste rum lagen… Ich hoffe das wird bei zukünftigen Trips wieder besser.

Am Sonntag sind wir dann vorzeitig abgereist und quasi vor dem angekündigten Schneesturm geflüchtet. Die Vans die uns die UCSB zur Verfügung gestellt hat waren nämlich dummerweise nicht mit Schneeketten ausgerüstet und wir hatten Angst eingeschneit zu werden… So saßen wir dann alle am Montag, am Martin Luther King Jr. Feiertag in Isla Vista, bei Regen…

Es hat die ganze Woche geregnet und gestürmt, mit Gewitter und Tornadoartigen Winden. Die Wellen haben fast North Shore-Höhen erreicht und es war viel zu laut um zu schlafen. Rausgehen konnte man auch nicht, weil man sofort vollkommen durchweicht war. Der Regen hier ist irgendwie komisch, wie Landregen und Sprühregen gleichzeitig! Kalt ist es leider auch geworden. Aber Torrey hat mir Gummistiefel geliehen und mich öfter mal in ihrem Auto zum Unterricht gefahren.

Am Freitag war dann mein 22. Geburtstag, den wir groß gefeiert haben. Am Donnerstag Abend schon wurde ich von Allison und Jessica zum Dinner eingeladen. Danach bin ich mit Alex und Bianca zu Giovanni’s gegenagen um einen Pitcher Bier zu trinken. Anschließend sind wir mit Bill’s Bus nach Downtown gefahren und haben in diversen Bars gefeiert. Zuerst waren wir im Indochine, dann im EOS und dann im Wildcat. Ein erfolgreicher Start in meine Geburtstagsfeierlichkeiten!

Am Freitag hatte ich dann dummerweise einen ganz üblen Kater und hab fast den ganzen Tag nur geschlafen. Nachmittags hat es dann aber endlich aufgehört zu regnen und ich bin mit Torrey und Jaclyn Shoppen gegangen. Ich brauchte noch ein Outfit und Deko für die Party am Abend. Ich hab mir eine Handtasche und eine Kette gekauft und dann sind wir den Alkohol kaufen gegangen. Als ich wieder nach Hause gekommen bin haben mich meine anderen Mitbewohnerinnen mit Ballons, Kuchen und Schokolade überrascht!

Den Rest des Abends haben wir dann mit dekorieren verbracht. Das Motto des Abends war Gold, da ich meinen Goldenen Geburtstag hatte: 22Jahre am 22. Wir haben alle etwas goldendes angezogen und Schilder mit Gold-Glitzer verziert.



Zu meiner Party sind dann richtig viele Leute gekommen, die auch wie erwünscht Alkohol mitgebracht haben, sodass die Party ein voller Erfolg wurde. Bis um 2 haben wir gefeiert und dann ging die After-Party mit meinen Roommates und deren Freunden los. Mit Eli und Alex bin ich noch zum Lighthouse, wo wir noch bis 4 gefeiert haben. Ein wirklich außerordentlich schöner Geburtstag, der meine Erwartungen weit übertroffen hat!

Am Samstag ging das feiern dann etwas ruhiger weiter. Zunächst Beer-Pong bei meinen alten Roomies und dann noch drei weitere kleinere Partys. Ich hab sogar mal wieder ein Becks getrunken!

Jetzt sitze ich schon wieder in der Bibliothek und versuche mich auf meine Texte zu konzentrieren, damit ich am Wochenende wieder Zeit habe nach Mammoth zu fahren…

Montag, 4. Januar 2010

Silvester in den Bergen mit dem UCSB Snow Team

Am Samstag Abend bin ich in Mammoth Lakes bei unserem Cabin angekommen. Leider waren wir die ersten die dort aufgekreuzt sind und natürlich hatten wir keinen Schlüssel. Wir haben dann 3std im Auto und bei Carl’s Jr. verbracht bis endlich Ingmar mit dem Schlüssel gekommen ist. Kein besonders toller Anfang des Trips…

Aber es sollte besser werden. Unser Cabin ist super. Im Erdgeschoss sind 3 Schlafzimmer mit jeweils einem Bad. Im 1.Stock ist die Küche, das Wohnzimmer mit Kamin, Couch, Esstisch und Fernseher und noch ein Badezimmer. Dann geht’s noch mal die Treppe hoch ins Dachgeschoss wo es reichlich Stauraum und noch 4 Betten gibt. Ich habe eines dieser Betten bekommen und muss nicht auf dem Teppich schlafen.

Sobald alle da waren, die an diesem Tag ankommen sollten ging dann die Party los. Da ich die einzige war, die legal Alkohol kaufen durfte sind wir mal eben die paar Schritte zu Vons rüber gefahren und ich hab ein 30pack Bier und 1 handle Jim Beam gekauft. Das alles wurde dann von 8 Leuten geleert. Ich habe auch ein neues Spiel gelernt: Dices. Man sitzt um einen Tisch herum und der Reihe nach muss jeder mit 2 Würfeln würfeln. Bei 7, 11 und Pasch darf jemand ausgewählt werden, der dann das Bier trinken muss, dass in der Mitte steht. Während er trinkt darf weitergewürfelt werden. Wenn er nicht fertig ist bis zur nächsten 7, 11 oder double dann muss er noch mal trinken. Sehr lustig das ganze.

Der nächste Morgen war dann nicht so lustig. Jeder von uns hatte einen Kater und fast jeder musste kotzen… Mir ging es richtig schlecht, aber ich bin dann doch gegen halb 11 zur Piste aufgebrochen, mit meinem Snowboard. Ich hab ganz in Ruhe ein paar Fahrten auf dem Anfängerhügel gemacht und dann noch zwei Abfahrten auf einer anspruchsvolleren Piste. Zwischendurch hab ich immer wieder an meiner Bindung rumgeschraubt und letztendlich dann auch eine Einstellung gefunden die passt;-) Im Laufe des Tages hab ich mich immer sicherer gefühlt auf dem Board und bin auch nicht mehr so viel hingefallen wie letztes mal.

Abends, direkt nach der Piste wurde dann weiter getrunken. Wir hatten noch mehr Jim Beam und fast jeder der Neuankömmlinge hat noch mehr Bier mitgebracht. Auch Tequila und Jägermeister wurden geleert. Ich hab mich allerdings etwas zurückgehalten diesmal. Aber mehrere Leute haben ein komplettes Blackout und können sich an gar nichts mehr erinnern;-)

Am Montag konnte ich dann Skifahren, weil Haley mir ihre alten Renn-Skier und Skistiefel mitgebracht hat. Die Stiefel waren zwar etwas zu eng, sodass mir meine Füße immer eingeschlafen sind, aber ansonsten war echt alles super. Ich bin ein wenig im Gebiet herumgekommen und hab ein paar coole Pisten kennengelernt. Zunächst war ich mit Silvan und Chris unterwegs, aber Silvan wollte dann lieber in den Freestyle Park, wo er dann auch sogleich gestürzt ist und sich das Handgelenk gebrochen hat und erstmal ins Krankenhaus musste. Ich war zu diesem Zeitpunkt aber nur noch mit Chris unterwegs. Später ist dann noch Jon zu uns gestoßen, der das Gebiet schon von letztem Jahr kennt und uns ein paar neue Lifte gezeigt hat. Er hat uns auch abseits der Piste durch einen Baumparcours geführt, was ich nicht so toll fand, aber das macht hier jeder…

Als wir dann von der Piste gekommen sind hatte ich immer noch nichts von Silvan gehört, außer seinem Anruf auf dem Weg ins Krankenhaus um 12. Ich hab mich also mit Yulia auf den Weg ins Krankenhaus gemacht um nachzusehen was da los ist. Silvan’s Arm wurde gerade geschient und wir konnten ihn dann mitnehmen erst zur Apotheke und dann nach Hause. Abends wurde dann wieder gefeiert, weil noch mehr neue angekommen sind. Diesmal hab ich aber wirklich nichts getrunken und bin relativ früh schlafen gegangen.

Am Dienstag war ich dann super ausgeschlafen und bin schon gegen 9 los auf die Piste. Diesmal hatte ich bequemere Stiefel, die Allison mir mitgebracht hat. Ich bin dann den ganzen Tag allein unterwegs gewesen. Es hatte über Nacht ca 20cm geschneit und die Pisten waren alle unpräpariert aber leider schon zerfahren. Aber ich hab mich sehr gut geschlagen und bin sehr kontrolliert den Berg runter gekommen. Da aber so schönes Wetter war, war es auch sehr voll und das warten an den Liften hat die meiste Zeit in Anspruch genommen. Allein kann man aber immer die Single-line nehmen und kommt so meist schneller nach oben. Nachmittags hab ich dann Slalom racing trainiert auf einem extra für uns gesteckten Parcours. Das ging zuerst auch ganz gut, aber als das ganze dann ausgefahren war, hatte ich große Schwierigkeiten in der Spur zu bleiben.

Abends wurden dann die Trikots für die Skirennen ausgegeben und dann wurde gefeiert. Diesmal haben wir aber darauf geachtet, dass wir alle genug Wasser trinken. Mikey war den Abend über der “waterboy” und hat uns alle mit Wasser aus einem großen Krug versorgt. Dazu gab es dann Wein, Bier, Vodka, Rum, und natürlich Jim Beam. Die Party ist dann irgendwann zu einer no-Shirt party geworden, Jungs oberkörperfrei, Mädels im BH.

Am Mittwoch war das Wetter dann nicht so gut. Es hatte schon die ganze Nacht über geschneit und es war total windig. Daher wurden alle für den Tag angesetzten Rennen abgesetzt. Ich bin trotzdem schon um kurz nach 8 mit Haley, Josh und Yulia aufgebrochen zur Main Lodge. Dort haben wir allerdings gesehen, dass kaum Lifte offen waren und das gesamte Gebiet in Nebel und Schneewolken versunken war. Außerdem hat es gestürmt. Wir haben also beschlossen ins Nachbarskigebiet June Mountain zu fahren, weil es dort erfahrungsgemäß nicht so windig ist.

Und wir hatten Glück, nach nur 15min Fahrt durch den Schnee sind wir im sonnigen June angekommen. Unseren Mammoth Skipass konnten wir auch dort verwenden und so hatten wir zu viert einen wirklich schönen Tag. Der Schnee war super auf meist präparierten Pisten. Powder gabs nur zwischen den Bäumen. Ich habs ausprobiert, aber das ist wirklich nicht mein Ding. Ich bin dann also auf den leeren Pisten gefahren. Und später waren wir dann noch im Funpark.

Zurück im Cabin mussten wir uns dann von Silvan verabschieden, der für eine OP zurück nach Santa Barbara musste. Abends wurde dann wieder ein bisschen gefeiert. Einige hatten das schlechte Wetter als Anlass genommen den ganzen Tag über im Cabin zu bleiben und zu trinken…

Am Donnerstag waren dann die Slopestyle Rennen angesetzt. Zum ersten Mal ist quasi das gesamte Team auf der Piste zusammengekommen entweder um an dem Rennen teilzunehmen oder um die anderen anzufeuern. Ich war mit meinem Snowboard unterwegs und hab einige erfolgreiche Abfahrten gemacht bevor das Rennen angefangen hat. Es war dann sehr interessant mal zu sehen wie die anderen so drauf sind. Auch die Leute von den anderen Unis kennenzulernen war cool. Leider hab ich die anderen nach dem Rennen sofort wieder verloren, weil ich auf dem Snowboard nicht schnell genug folgen konnte und dann auch noch ziemlich spektakulär gestürzt bin. Hab mich mehrmals überschlagen und bin dann quasi auf dem Kopf gelandet. Zum Glück hatte ich nen Helm auf und hab mir nichts getan… Rachel hatte nicht so viel Glück. Wie wir erst später erfahren haben hat sie sich beim Slopestyle an der Hüfte verletzt. Gebrochen ist wahrscheinlich nichts, aber die nächsten Wochen muss sie trotzdem an Krücken gehen.

Abends war dann eine große Silvesterparty bei uns im Cabin. Wir hatten einen DJ und haben jede Menge Alkohol gekauft. Ein paar Leute von anderen Schulen sind vorbeigekommen und wir hatten eine super Tanzparty bis die Nachbarn sich beschwert haben. Außerdem wurden alle neuen mit einer Zeremonie im Team begrüßt. Wir mussten shirtless in den Schnee und dann einen Schluck aus der Jim Beam Handle nehmen. Das neue Jahr wurde dann mit noch mehr Alkohol und einem Countdown begrüßt und dann war die Party mehr oder weniger zu ende.

Am Freitag waren die meisten aus dem Team dann zu verkatert um unser Cabin zu verlassen. Ich allerdings bin mit Iris um 9uhr gestartet um die leeren Pisten zu genießen. Wir hatten richtig guten Schnee und haben zusammen ein paar Abfahrten gemacht. Aber Iris war auch etwas verkatert und ist außerdem nicht so eine gute Skifahrerin, sodass sie dann beschlossen hat vorzeitig nach Hause zu fahren. Ich bin noch bis um halb 3 auf der Piste geblieben und als ich zurückgekommen bin war die Hälfte des Teams schon abgereist und die andere Hälfte hat noch/ wieder geschlafen…

Abends wurde dann ganz ruhig gefeiert, mit ein paar Bierchen, ein paar Filmchen und mit einem Puzzle ;-)

Am Samstag war dann das nächste Rennen angesetzt: Riesenslalom. Leider hat sich am Start herausgestellt, dass ich aus Versehen als Snowboarderin angemeldet wurde… ich konnte trotzdem am Rennen teilnehmen, aber wie mein Ergebnis gewertet wird ist immer noch nicht klar… Nach dem ersten Durchgang war ich auf Platz 1 und soweit ich das gesehen hab hatte ich auch nach dem 2. Durchgang noch die schnellste Zeit. Das offizielle Ergebnis wurde noch nicht veröffentlicht, aber es wurde ein anderer Name als Siegerin genannt… mal sehen wie das endet… Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit meinen beiden Läufen und kann das nächste Rennen in 2 Wochen gar nicht abwarten ;-)

Nach dem Rennen sind wir dann noch ein paar Stunden über die erstaunlich leeren Pisten gebrettert, diesmal war ich mit Yulia, Alison, Melissa und Danny unterwegs, und um 2 haben wir dann im Cabin alle verderblichen Lebensmittel aus dem Kühlschrank zu einem Festmahl verarbeitet und haben uns anschließend auf den Heimweg gemacht.

Danny hat mich in seinem Suburban mitgenommen. Unterwegs haben wir bei einem Casino gehalten, wo wir 10$ Guthaben for free bekommen haben. Ich hab ein Teil davon verspielt, mir aber am Ende 4$ auszahlen lassen. Geschenktes Geld!

Abends gegen halb 11 bin ich dann in IV angekommen und war einfach nur froh endlich mal nichts zu tun. So schön die letzten drei Wochen Ferien auch waren, mit Hawaii, San Francisco und Mammoth, jetzt brauch ich mal ne Pause… ;-)

Ich wünsch euch allen ein Frohes neues Jahr und hoffe ihr seid gut reingerutscht!!!

PS: Sorry dass ich keine Fotos hochlade... ich hatte einfach keine Lust mehr meine Kamera zu benutzen...

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Weihnachten bei den Bennetts

Direkt von Hawaii bin ich also nach San Francisco geflogen und dann mit BART (der S-Bahn) nach Moraga, wo Michelle mit ihren Eltern wohnt. Michelle hat mich am Bahnhof abgeholt und bei ihr zu Hause haben wir erstmal Kaffee getrunken. Dann hab ich ihre Mutter kennengelernt und anschließend sind wir shoppen gefahren weil ich Schuhe brauchte. Zuerst sind wir zu Target. Dort hab ich einen Schlafsack, einen Fleecepulli zum Skifahren und ein Portemonnaie gekauft, aber leider hatten sie Stiefel und Gummistiefel nicht mehr in meiner Größe. Also sind wir noch weiter durch andere Geschäfte und sogar zu anderen Shoppingcentern gefahren. Am Ende hatte ich dann 3 Paar neue Schuhe ;-)

Abends hab ich dann Michelle’s Bruder Colin und auch ihren Vater kennengelernt während ich Michelle meine Fotos von Hawaii gezeigt habe. Um 6 wurden wir dann von Michelle’s Highschool Freundinnen Erin und Lauren abgeholt. Gemeinsam sind wir dann zu Ally gefahren, bei der noch zwei weitere Freundinnen waren. Wir haben Lebkuchen verziert und jede Menge gegessen. Danach sind wir dann nach Berkeley gefahren um in eine Bar zu gehen. Nach ein paar Drinks sind wir dann noch zu Lauren nach Hause gefahren, wo wir noch mehr gegessen haben: jede Menge Baguette, Oliven, Schafskäse, Guacamole und Wurst. Sehr lecker, und ein schöner Abend.

Am 24.12. Bin ich dann morgens mit Michelle und ihrer Mutter nach San Francisco gefahren. Wir sind vom Pier 39 zur Fisherman’s Wharf gelaufen und haben dort zu Mittag gegessen. Anschließend sind wir zum Ghiradelli Square gelaufen und haben leckere Schokolade probiert und sind dann weiter bergauf zur Lombard Street. Anschließend sind wir wieder runter zum Pier 39, weil ich die Seehunde sehen wollte. Leider war aber nur ein Seehund auf dem Pier, total ungewöhnlich...


Dann sind wir noch zum Alamo Park gefahren um den berühmten Blick auf die Victorianischen Häuser mit der Skyline im Hintergrund zu sehen.


Auf dem Rückweg nach Moraga war ich dann so müde, dass ich die ganze Zeit geschlafen hab, bis es dunkel war. In Moraga sind wir dann noch ein bisschen durch die Wohnsiedlung gefahren um die Weihnachtsbeleuchtungen zu bewundern.


Abends haben wir dann ein “Festmahl” vorbereitet. Es gab verschiedene Feinkostsalate, Blätterteigtäschchen, Oliven, Brot, Wurst- und Käseplatten, Gemüse und Dips. Dazu gab es Hot Spiced Cider und Champagne. Bis wir alle gegessen hatten war es dann auch schon 9 und damit Zeit Geschenke zu öffnen. Unter dem Baum lagen jede Menge Geschenke und der Reihe nach haben wir jeder eins geöffnet. Von Michelle habe ich eine Shotglas-Kollektion bekommen. Jedes Glas hat sie mit Orten verziert, an denen ich hier in Kalifornien schon gewesen bin. Und dazu gab es natürlich den passenden Alkohol;-) Vom Rest der Familie hab ich einen schönen Schal bekommen.


Bis alle Geschenke ausgepackt waren war es schon nach Mitternacht und Zeit zu schlafen, damit Santa die Socken am Kamin füllen kann.

Am nächsten Morgen haben wir dann alle etwas länger geschlafen und gegen Mittag dann die restlichen Geschenke aus den Socken ausgepackt. In meiner Socke war Schokolade. Um 1 sind wir dann ins Kino gefahren um Sherlock Holmes zu sehen. Der Film war nicht schlecht, aber die Dialoge waren teilweise so schnell, dass ich sie nicht verstanden habe oder zumindest dem Witz nicht folgen konnte. Und in dem Kino war es richtig kalt. Ich war froh meine Winterjacke dabeizuhaben und mich zudecken zu können…

Nach dem Kino haben Michelle ihre Mum und ich dann im Wohnzimmer gesessen und gequatscht, während Michelle’s Dad Colin das Autofahren beigebracht hat. Danach haben wir dann die Reste vom Festmahl aufgetischt und wieder sehr lange am Tisch verbracht. Danach wurden dann einige der neuen DVDs geguckt: Star Trek und dann King Kong. Ich hab währenddessen an meinem Hawaii Blog gearbeitet und als ich damit um 2 fertig war bin ich ins Bett gefallen, obwohl King Kong noch nicht zu Ende war.

Am 26. Musste ich mich dann morgens sehr beeilen meine Taschen zu packen, weil ich um 11 mit Ryan verabredet war, der mich mit nach Mammoth genommen hat. Also mussten wir um 10 bei Michelle los, die mich zum Treffpunkt gefahren hat. Michelle’s Mutter hat mich noch mit jeder Menge Keksen, Fudge, Obst und Scones versorgt und dann musste ich mich verabschieden….

Es war ein sehr lustiges Weihnachten bei den Bennetts!!!

Samstag, 26. Dezember 2009

Hawaii - Entdecker, Veteranen und eine gekidnapte Ananas

Am Montag morgen sind wir früh um 6:30 in Santa Barbara gestartet. Ariane, Michael und ich sind mit dem Taxi zum Flughafen, an dem erstaunlich viel los war… Im Flugzeug auf dem Weg nach Los Angeles haben wir dann einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt. In LA mussten wir dann 1,5std auf unseren Anschlussflug warten und haben erstmal bei McDonalds gefrühstückt. Der Flug nach Honolulu war dann sehr lang. 5,5std waren wir in dem riesigen Flugzeug. Jeder hatte seinen eigenen Fernseher eingebaut im Sitz des Vordermannes und so konnten wir uns die Zeit mit Musik und aktuellen Filmen vergnügen. Ich hab Ice Age 3 geschaut und danach noch ein wenig an meinen Research Papers für meinen Multiracial Identity course weitergearbeitet. Dann hab ich noch ein wenig geschlafen und dann sind wir auch schon auf Oahu gelandet.

Das erste was aufgefallen ist: das Wetter. Die Temperaturen waren schon fast tropisch, auch weil die Luftfeuchtigkeit so hoch war. Und: Hawaii ist erstaunlich grün. Alles wächst und blüht, das bin ich gar nicht mehr gewöhnt… in Kalifornien ist eher alles vertrocknet…

Wir waren ganz glücklich, dass wir unser Gepäck so schnell bekommen haben und dann auch gleich den Shuttle Bus nach Waikiki gefunden haben. Dann allerdings hat es ewig gedauert bis wir endlich in unserem Hostel waren. Denn bis der Bus endlich losgefahren ist sind stunden vergangen und dann hat der auch noch an jedem Hotel in Waikiki angehalten und unser Hostel war natürlich das letzte…

WAIKIKI BEACH
Nachdem wir eingecheckt hatten sind wir dann sofort an den Waikiki Beach. Schnell rein ins traumhaft blaue und warme Meer und dann am Strand schön in der Sonne liegen und wieder trocknen. Es war so schön warm, ca. 30° und das am 14. Dezember! Wir haben dann noch Marius getroffen, der schon einen Tag früher angekommen war und sind dann gemeinsam durch die Straßen von Waikiki gezogen. Abends haben wir dann lecker gegessen und haben danach noch im Innenhof des Hostels gesessen und unsere Mails gecheckt.


MAUI - ROAD TO HANA
Am nächsten Morgen mussten wir wieder früh aufstehen, weil wir nach Maui weitergeflogen sind. Wir haben diesmal ein Taxi genommen um zum Honolulu International Airport zu kommen und waren tatsächlich nicht so viel zu spät. Allerdings hat der Check-in richtig lange gedauert, weil wir den unfähigsten, langsamsten, gechilltesten Hawaiianer überhaupt erwischt haben, der ständig Namen, Pässe und Kreditkarten vertauscht hat… Aber wir haben es noch rechtzeitig geschafft und sind dann eine halbe Stunde später auf Maui gelandet. Dort haben Michael und Marius unseren Mietwagen abgeholt und dann konnte es endlich losgehen.

Auf dem Plan für den ersten Tag auf Maui stand die Road to Hana, eine kurvenreiche Straße entlang der Nord-Ost-Küste mitten durch den Regenwald, mit Wasserfällen und Steilküsten. Unser erster Stopp war dann in einem Park mit tropischen Pflanzen (z.B. Bananen). Wir sind ein wenig abseits der Wege gewandert um eine Badestelle zu finden und haben tatsächlich einen kleinen Wasserfall mit einem Becken zum schwimmen gefunden. Michael und Marius sind sofort ins Wasser gesprungen und ich bin ihnen dann etwas zögerlicher gefolgt. Das Wasser war schön erfrischend! Dann sind wir weiter zur eigentlichen Attraktion des Parks gegangen, den Twin Falls. Auf dem Rückweg haben Ariane und ich uns einen Smoothie gegönnt und dann gings auch schon weiter auf der Road to Hana.


Da wir schon so viel getrödelt hatten sind wir nun etwas schneller gefahren und haben nur ab und zu mal für Fotos angehalten. Einen weiteren längeren Stopp haben wir dann bei einem schwarzen Sandstrand gemacht, mit Lavafelsen und wunderschönen schwarz-grün Kontrasten. Als es dann dunkel wurde sind wir gerade rechtzeitig in unserem Hostel angekommen. Wir haben uns noch Nudeln mit Tomatensoße gekocht und dann noch ein wenig Bier getrunken.


MAUI’S SÜDKÜSTE
Am Mittwoch sind wir dann auf dem Hana-Highway weiter nach Süden gefahren zum Haleakala Nationalpark. Dort sind wir dann 1,5std bergauf gewandert, über Stock , Stein und Wurzeln, bis zu einem wirklich großen Wasserfall. Der Weg dorthin war sehr abwechslungsreich und schön, vorbei an steilen Abhängen, exotischen Pflanzen, durch Bambuswälder und immer wieder Wasserfällen. Glücklicherweise lag der Weg meist im Schatten, denn geschwitzt haben wir trotzdem genug.


Wieder unten angekommen sind wir dann in 15min in die andere Richtung gewandert bis zu einer Badestelle und haben uns im kalten Wasser erfrischt um in der Sonne wieder zu trocknen.

Nachmittags sind wir dann weiter die Südküste entlang durch beeindruckende Landschaften. Lavafelder, Felswände, Blick auf den Vulkan, Buchten, Kühe direkt am Straßenrand, … Die Straßen wurden immer enger, teilweise einspurige Schotterpisten, und wir hatten immer mehr den Eindruck eines Offroad Trips. Unser offener Jeep war hier das idealste Auto überhaupt und wir hatten jede Menge Spaß mit lauter Musik und wehendem Haar.



Abends sind wir dann in einem sehr coolen Hostel in Paia einer Surferstadt im Norden Maui’s angekommen. Dort haben wir auch einen sehr großen Supermarkt gefunden mit jeder Menge Öko-Food, passend zur gesamten Atmosphäre in Paia. Ariane hat uns abends Kartoffeln nach hessischer Art geröstet gekocht (so eine Art Bratkartoffeln) und ich hatte einen leckeren Salat mit Avocado und Ziegenkäse dazu.

HALEAKALA UND SÜDLICHES WEST-MAUI
Am nächsten Morgen sind wir dann richtig früh aufgestanden um auf den Vulkan Haleakala hinaufzufahren um den Sonnenaufgang über den Wolken zu sehen. Um 4:30 sind wir aufgestanden und um 6 waren wir dann oben. Es war eisig kalt und ich war froh meine Mütze und meinen Schal dabei zu haben. Zum Glück gab es oben eine kleine Windschutz Hütte, in der wir die meiste Zeit bis zum eigentlichen Sonnenaufgang um 6:48 verbracht haben. Aber schon viel früher war der Horizont in wunderschönen Farben getönt und Wolken sehen von oben ja auch immer schöner aus. Es hat sich gelohnt so früh aufzustehen.


Auf dem Rückweg haben wir dann noch an verschiedenen Aussichtspunkten gehalten und haben Fotos im Krater gemacht.


Zurück im Hostel sind Ariane und Marius erstmal wieder schlafen gegangen, während Michael und ich uns um die weitere Planung des Trips gekümmert haben. Gegen Mittag sind wir dann aufgebrochen in Richtung Südliches West Maui. Hier sah es dann eher aus wie ich mir Maui immer vorgestellt hatte. Weiße Sandstrände, Palmen und gepflegte Hotelanlagen. Wir sind zum schönsten Strand der Insel gefahren, Big Beach. Michael und Marius haben sich Schnorchel Ausrüstung geliehen und haben die Korallenriffe und bunten Fische erkundet während Ariane und ich uns gesonnt haben. Das Wasser war hier wunderschön türkis und klar und das Wetter war einfach großartig.


Nach 2 Stunden am Big Beach wollten wir dann weiter zu einem anderen Strand, dem Wailea Beach. Leider haben wir dort kein Eis zu vernünftigen Preisen gefunden, da um uns herum nur Luxus Hotels waren. Dafür hat Ariane einen Hot Spot gefunden und konnte mit ihren Freunden schatten, vom Strand aus und wir haben ein frisch vermähltes Ehepaar bei einem Fotoshooting am Strand beobachten können, klischeehaft! Aber eben so wie man sich Maui, die Honeymoon Insel vorstellt.


Anschließend sind wir dann in unser nächstes Hostel gefahren, das eher eine Pension war. Wir haben nur schnell geduscht und sind dann zu einem mexikanischen Restaurant gefahren wo wir auch Margaritas getrunken haben.

SCHNORCHELTRIP UND WEST MAUI
Und schon wieder mussten wir früh aufstehen. Wir hatten einen Schnorcheltrip gebucht und unser Boot sollte um 7:30 ablegen. Wir haben es gerade rechtzeitig zum Anleger geschafft und haben dann an Bord Frühstück bekommen, mit Bagels und Kaffee. Dann wurde uns unsere Schnorchel Ausrüstung samt Schwimmflossen ausgehändigt und wir sind in die Bucht hinausgefahren in Richtung des halb im Meer versunkenen Kraters Molokini. Auf unserem Weg dorthin haben wir Humpback Wale gesehen, die gerade an den Küsten vor Hawaii angekommen sind um dort den Winter zu verbringen und ihre Jungen aufzuziehen. Wir hatten großes Glück, dass wir tatsächlich eine Mutter und ihr kleines gesehen haben. Sie hat mit ihrer Seitenflosse gewunken und das kleine hat es nachgeahmt. Total cool! Wir haben auch noch andere Wale gesehen, die gesprungen sind oder Wasserfontänen in die Luft gesprüht haben.

(unterer linker Bildrand...)

Leider konnten wir dann nicht in den Korallenriffen von Molokini schnorcheln, weil die Wellen an diesem Tag zu hoch waren und es einfach zu gefährlich gewesen wäre. Dafür sind wir dann aber weiter südlich an der Küste Mauis angehalten und konnten eine Stunde Schnorcheln.

Ich hab immer gedacht Schnorcheln ist langweilig, aber ich hab meine Meinung geändert. Es war echt schön diese Vielfalt an bunten Fischen in den Riffen zu sehen. Ich war eine der ersten im Wasser und eine der letzten die wieder an Bord geklettert ist. Wir hatten dann noch ein zweites mal die Gelegenheit ins Wasser zu gehen, am Big Beach, wo wir ja am Vortag schon waren. Das Riff dort wird auch als Turtle Town bezeichnet. Nur leider konnten wir keine einzige Schildkröte finden und hatten auch keine Ahnung nach welcher Größe an Schildkröten wir eigentlich Ausschau halten sollten. Etwas enttäuscht sind wir wieder an Bord gestiegen und haben dann erstmal Lunch bekommen: Frisch gegrillte Burger oder Hühnchen mit Nudelsalat. Dazu gabs jede Menge Freigetränke und Bier und Mai Tais für nur einen Dollar. Und dann, kurz bevor wir zurück in den Hafen gekommen sind haben wir doch noch Schildkröten gesehen. Riesen Schildkröten. Die sind einfach vor unserem Boot aufgetaucht um Luft zu holen sodass wir sie sehr gut beobachten konnten. Insgesamt ein gelungener Trip, wenn auch anders als erwartet.


Nachmittags sind wir dann weiter in Richtung Norden nach West Maui gefahren. Wir waren so müde, dass wir einfach nur am Strand in der Sonne liegen und schlafen wollten. Wir sind zum Kapalua Beach gefahren aber als wir dort ankamen sind leider Wolken aufgezogen und es wurde sehr windig. Es hat sogar ein wenig geregnet. Die anderen drei haben trotzdem ein wenig geschlafen und ich bin ein wenig am Strand entlang gelaufen um Fotos zu machen. Dann wurde es aber endgültig zu kalt und wir sind wieder ins Auto gestiegen. Wir sind dann die Küstenstraße am nördlichen West Maui entlang gefahren, wieder eine einspurige Straße entlang der Klippen. Diesmal hat uns die Landschaft an Großbritannien erinnert, mit all den grünen Wiesen. Erneut hatte man nach jeder Kurve einen unerwarteten Anblick und hatten viel Spaß mit unserer lauten Musik. Diesmal hatten wir das Dach unseres Jeeps jedoch geschlossen… Pünktlich mit dem Sonnenuntergang sind wir dann in unserem Hostel angekommen, wieder in Paia, der Surferstadt.

IAO VALLEY, LAHAINA, KAANAPALI BEACH
An diesem Tag mussten wir uns vorerst von Marius verabschieden, der einen Tag früher nach Oahu zurückgeflogen ist. Zu dritt sind wir dann aufgebrochen ins Iao Valley, wo man die Berühmte Needle sehen kann, den Lavakern eines Vulkankraters.


Der Wanderweg dorthin war kürzer als erwartet, sodass wir schnell fertig waren und glaich weiter nach West Maui in die Touristenstadt Lahaina gefahren sind. Dort haben sind wir über die Hauptstraße mit vielen Läden geschlendert, haben bei Burger King zu Mittag gegessen und waren dann noch ein wenig shoppen. Ariane und ich haben uns dann noch ein Eis bei Coldstone gegönnt, teuer aber richtig gut!

Da Lahaina nicht so aufregend war sind wir dann weiter nach Kaanapali an den Strand. Dummerweise hatten wir schon wieder Pech mit dem Wetter, sodass uns im Wind und ohne Sonne schon bald richtig kalt wurde. Obendrein hat der Wind uns auch noch von oben bis unten mit Sand bedeckt… Dann kamen wir ein wenig ins grübeln. Was acht man auf Maui bei schlechtem Wetter wenn man schon alles gesehen hat? Wir haben beschlossen auf eine Kaffee Farm zu fahren. Leider hatte die dann nur noch 15min offen und wir sind nur kurz durchgefahren und haben uns die 4 verschiedenen dort angebauten Sorten angeschaut. Probieren konnte man leider nicht…

Abends haben wir dann wieder im Hostel in Paia gesessen und mal einen ruhigen Abend genossen. Und dann hat es angefangen zu regnen. Und auch am nächsten morgen hat es noch geregnet, als wir wieder früh aufstehen mussten um unseren Flug nach Oahu zu bekommen… wir hatten schon die Befürchtung, dass unser Flug ausfallen würde, denn es hat in der Tat geblitzt und gedonnert und in Strömen geregnet. Als wir die paar Meter zum Auto gesprintet sind, mit unserem Gepäck sind wir völlig durchnässt. Ich hatte zwei Pullis übereinander und eine Jacke darüber und trotzdem war nach 10sekunden in diesem Regen das T-Shirt nass, das ich darunter hatte… Aber als wir am Flughafen angekommen sind hatte es aufgehört zu regnen und unser Flieger konnte planmäßig starten.


OAHU - PEARL HARBOR, WAIKIKI BEACH
Gleich nach der Landung in Honolulu mussten wir unser Gepäck irgendwo unterbringen, da wir gleich nach Pearl Harbor weiterfahren wollten. Am Flughafen gibt es jedoch aus Sicherheitsgründen keine Schließfächer, sodass wir ein Storage-Unternehmen anrufen mussten. Die haben unsere Koffer für 30 dollar aufbewahrt und uns dann später ins Hostel geliefert.

Wir sind also mit dem Bus zum USS Arizona Memorial gefahren. Dort hatten wir 2std Zeit uns die Ausstellungen anzugucken bis es dann mit einer Fähre zur eigentlichen Gedenkstätte dem USS Arizona Memorial ging, die mitten im Hafen von Honolulu liegt. Die ganzen Bilder und Ausstellungsstücke in Pearl Harbor haben mich sehr an den Film Pearl Harbor erinnert, den ich mir demnächst unbedingt mal wieder anschauen mussJ Während wir gewartet haben ist dann auch Marius wider zu uns gestoßen und gemeinsam haben wir dann das versunkene Schiff angeschaut, aus dem immer noch Öl aufsteigt…



Danach wollten die Jungs unbedingt noch auf das U-Boot USS Bowfin, was aber mindestens 10dollar gekostet hätte. Marius hat jedoch so lange auf die Museumsangestellten eingeredet, dass sie ihn und Michael letztendlich umsonst reingelassen haben. Ich glaube er hat erzählt sie seien Bundeswehr Veteranen und hätten in Afghanistan gekämpft…

Nachmittags sind wir dann mit dem Bus nach Waikiki gefahren, in unser neues Hostel, wo unsere Koffer schon angekommen waren. Ariane und ich hatten dann Glück, dass wir aufgrund von Überbuchung unseren privaten Raum bekommen haben. Dann sind wir noch an den Waikiki Beach, aber leider ging die Sonne schon bald unter und wir konnten für unseren Geschmack nicht genug Sonne tanken. Abends haben wir dann im Innenhof unseres Hostels gesessen und unseren Internet Bedarf gestillt… Außerdem hat Michael die Pearl Harbor Szenerie mit Dollar Schiffchen nachgestellt und wir haben ein paar Bierchen getrunken.

WINDWARD OAHU, NORTH SHORE, DOLE PLANTATION
Während Michael morgens losgegangen ist um unseren Mietwagen abzuholen, haben Ariane und ich versucht Marius aufzuwecken. Er hatte mal wieder verschlafen… Weil es sein letzter Tag mit uns war, haben wir uns bereiterklärt ihm Frühstück zu machen: Rührei, Bacon und Biscuits. Wir haben Alles in Tupper Schüsseln und Tüten verpackt und es als Lunchpaket mit ins Auto genommen. Wir sind dann die Ostküste Oahu’s entlang gefahren, mit wunderschönen Bilderbuchstränden, weißer Sand, Palmen,… nur leider direkt an der Straße… Wir haben auch einen Mormonen Tempel gesehen. Weiter im Norden gab es dann Shrimp Farmen und jede Menge kleiner Buden. Die Jungs haben dann tatsächlich Shrimps gegessen.

Gegen Mittag sind wir dann an der North Shore angekommen, der legendären Surferküste, mit den riesigen Wellen. Die waren wirklich beeindruckend. Vor allem die Kraft mit der diese Wellen branden ins überwältigend. Die Strände waren eigentlich geschlossen, aber natürlich sind wir wie jeder andere auch, ins Wasser gegangen. Es war fast unmöglich über die Wellen zu springen, weil die meisten schon zu weit draußen gebrochen sind. Dann hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder von der Welle untertauchen und an den Strand spülen lassen oder unter der Welle hindurchtauchen. In beiden Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass der Bikini danach nicht mehr richtig sitzt… und das hat das ganze noch anstrengender gemacht ;-) Aber es war sehr lustig. Und auch die Surfer weit draußen zu beobachten war sehr beeindruckend. Die mussten tatsächlich von Jetskis nach draußen gezogen werden.


Nachdem wir zwei Stunden am Sunset Beach verbracht hatten sind wir weiter gefahren, haben uns im Supermarkt etwas zu Essen gekauft und das dann in einer schönen Bucht verspeist und anschließend an einen weiteren Strand gefahren. Dort wurde sogar über Lautsprecheransagen auf die Gefahren beim Baden hingewiesen. Aber wir sind natürlich wieder in die Fluten gesprungen :-)

Kurz bevor Sonnenuntergang sind wir dann weiter ins Landesinnere gefahren und haben auf dem Weg bei der Dole Ananas-Plantation Halt gemacht. Wir waren dummerweise eine halbe Stunde zu spät, sodass alles schon geschlossen hatte und wir keine Ananas mehr kaufen konnten. Da konnte nicht einmal Marius mit seinen Überredungskünsten etwas ausrichten. Wir sind dann also durch ein Ananas Labyrinth hindurchgelaufen und haben uns noch ein paar Ausstellungsfelder mit verschiedenen Ananas Sorten angeschaut. Und eine der Früchte war sogar reif… Wir haben also eine Ananas entführt: Während Ariane und ich den Sicherheitsbeamten mit Fragen gelöchert haben, haben Marius und Michael die Ananas geerntet und unter einem Pulli versteckt ins Auto gebracht. Natürlich hat der Wachmann uns durchschaut, weil wir vorher schon gefragt hatten ob es denn okay wäre einfach ein Ausstallungsstück mitzunehmen wenn der Shop doch geschlossen ist… Er hat uns jedenfalls gehen lassen :-) Sehr lustig die ganze Aktion!


Danach haben wir Marius am Flughafen abgesetzt, da er abends schon nach Santa Barbara zurückfliegen musste. Der Abschied fiel wirklich schwer nach diesem gemeinsamen Urlaub. Wir waren fast schon eine kleine Familie… Abends sind wir drei übrig gebliebenen dann ein wenig Weihnachtsgeschenke uns Souvenirs einkaufen gegangen und haben uns danach in einer Bar einen Cocktail gegönnt. Den Cocktail haben wir aus einem Palmenglas getrunken und von unserem Platz aus konnte man über Downtown Waikiki schauen.

Zurück im Hostel haben wir dann unsere erbeutete Ananas aufgeschnitten und mit ein Paar anderen Hostelgästen geteilt. Die war echt gut, total süß und schmackhaft wie nur Ananas auf Hawaii sein kann...


DIAMOND HEAD, ABSCHIED
An unserem letzen Tag auf Hawaii sind wir morgens zum Diamond Head aufgebrochen, dem Wahrzeichen von Honolulu, dem Berg am süd-ost-ende der Insel. Wir sind mit dem Bus dorthin gefahren und dann ca 40min hinauf gewandert, in der prallen Sonne. Oben angekommen waren wir komplett verschwitzt und wurden mit einem fantastischen Ausblick auf Waikiki und Honolulu belohnt. Wir haben uns mit Obst und Wasser ein wenig gestärkt und uns dann an den Abstieg gewagt.


Zurück im Hostel haben wir uns dann Nudeln gekocht und sind danach mit geliehenen Body Boards an den Strand. Das Wetter hat endlich wieder mitgespielt und wir konnten noch mal richtig in der Sonne brutzeln und unsere Urlaubsbräune verfeinern. Wellen zum Bodyboarden gab es zwar keine und Ariane hatte noch weniger Glück mit ihrem geliehenen Surfboard, aber dafür war der ganze Nachmittag um so entspannter. Ein schöner Abschluss eines fantastischen Urlaubs.

Im Hostel konnten wir dann noch kurz duschen und unsere Reste kochen bevor wir von unserem Shuttle-Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht wurden. Dort waren wir dann viel zu früh, was aber auch gut war, denn Ariane hatte so einige Probleme mit ihrem Gepäck… Wir hatten gerade noch Zeit unsere Fotos auszutauschen bevor Ariane und Michael in den Flieger nach Los Angeles gestiegen sind und wir uns verabschieden mussten.

Dann war ich also allein am Flughafen von Honolulu und musste noch 2std auf meinen Flug nach San Francisco warten. Ich habe mir die Zeit vertrieben mit einem Starbucks Kaffee, jeder Menge Souvenir Shopping, ich habe Mel angerufen mit einer Telefonkarte auf der ich noch Freiminuten hatte und habe dann nach etwas essbarem gesucht…

und dann irgendwann konnte ich endlich an Bord. Ich hatte Glück, dass der Flieger halb leer war und ich so eine ganze Sitzreihe für mich allein hatte und tatsächlich den ganzen Flug über geschlafen habe und am nächsten Morgen einigermaßen ausgeschlafen in San Francisco gelandet bin, geweckt von einem wunderschönen Sonnenaufgang.

Samstag, 12. Dezember 2009

Allein, allein...

Jetzt ist das Quarter auch offiziell vorbei. Alle Finals sind geschrieben und die langen Tage in der Bibliothek sind passé. Alle denken nur noch an das bevorstehende Winter-Break und Isla Vista ist schon merklich ruhiger geworden. Meine Mitbewohner sind auch schon alle nach Hause gefahren, bzw. sind von ihren Eltern abgeholt worden. Nun sitze ich also ganz alleine in unserem Haus und weiß nicht so recht was ich tun soll...

Eigentlich habe ich sehr viel zu tun. Ich muss noch meine 3 Research Paper schreiben. Aber ich finde, dass ich mir heute mal ne Pause verdient habe nach der ganzen Lernerei der letzten Woche. Ich war tatsächlich jeden Tag in der Bibliothek immer so um die 10std. Dann war ich kurz im Fitnesstudio, wo ich während dem Cardiotraining auch noch weiter Texte gelesen habe, und danach gings dann meist wieder zurück in die Bib. Ich hab noch nie so viel für die Uni gelernt und bin mächtig stolz dass ich das so diszipliniert durchgehalten habe.

Meine Finals am Donnerstag und Freitag sind auch ganz gut gelaufen. Research in Sport hab ich nicht ganz so ernst genommen und nur oberflächlich gelernt, daher hab ich nur ein B bekommen, aber die Endnote wird evtl etwas besser. Ist aber auch egal, weil ich mir den Kurs an der FU sowieso nicht anrechnen lassen kann. Dafür ist das andere Final sehr gut gelaufen. Für Sportsoziologie hab ich richtig intensiv gelernt und wurde mit einem A belohnt, und das ist auch die Gesamtnote. Und mit großer wahrscheinlichkeit wird mir dieser Kurs am JFKI auch anerkannt :-)

Nach meinem letzten Final war ich dann beim Frisör und abends waren wir dann mal wieder richtig feiern. Mit Pizza, Beerpong, und tanzen... ich hab es leider etwas übertrieben mit dem Mixen verschiedener Alkoholischer Getränke, sodass ich heute früh dann mit schlimmen Kopfschmerzen aufgewacht bin... aber mittlerweile gehts mir wieder besser, dank Michelle's Aspirin, jeder Menge Wasser und selbstgemachter Tomatensuppe :-)

Ich hatte dann auch viel zu tun heute: Ich musste meine Sachen packen, weil ich aus diesem Appartment offiziell am Montag ausziehe. Da ich meine neue Wohnung aber erst im Januar beziehen kann und meine Nachmieterin hier aber schon ihre Sachen untergestellt hat ist das alles etwas kompliziert gewesen... Aber keine Angst, ich bin nicht obdachlos für den Rest des Monats, ich bin nur einfach nicht in Santa Barbara, ich werde reisen!

Am Montag gehts nach Hawaii!!! 9Tage lang schönes warmes Wetter, Honolulu, Waikiki, Pearl Harbor, North Shore, dann auf nach Maui, Road to Hana, Wasserfälle, wandern, surfen, chillen am Strand... ich freu mich drauf :-)

Am 23.12. flieg ich dann direkt von Honolulu nach San Francisco, wo ich Weihnachten bei Michelle's Familie verbringen werde. Ich kann es kaum erwarten wieder dorthin zu kommen, mit Michelle die Stadt zu erkunden und jede Menge shopping!!!

Am 26. oder 27.12. werde ich dann von jemandem aus dem Snow Team mitgenommen nach Mammoth Mountain, wo dann das erste Rennwochenende ansteht und wo ich dann auch Silvester verbringen werde, mit jeder menge verrückten UCSB Studenten, Schnee und ganz viel SKifahren und Snowboarden. Es mittlerweile auch kräftig geschneit in den Bergen, sodass alle Lifte geöffnet sind und wir vermutlich sogar Tiefschnee fahren können :-)

Ich freu mich so, diese Ferien werden großartig :-D

Nun ja, heute hab ich jedenfalls alle meine Sachen gepackt: ein Koffer für Hawaii, ein Koffer für San Francisco und meine Skisachen + Snowboard (Das hat Michelle alles schon mit nach San Francisco genommen) und dann einen großen Koffer mit meinem ganzen restlichen Kram, den ich mit in die neue Wohnung nehme... Das war eine logistische Meisterleistung ;-)

Und jetzt sitze ich auf gepackten Koffern und warte darauf, dass die Partys hier wieder losgehen...

Da ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht so viel Zeit habe diesen Blog upzudaten wünsch ich euch allen jetzt schonmal Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!!!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Jede Menge Kaffee

Ja nun ist das eigentliche Fall Quarter auch schon vorbei. Die Vorlesungen sind letzte Woche zu Ende gegangen und diese Woche stehen jetzt nur noch die Finals und die Abgabetermine der Paper an. Aber das ist Grund genug sich den ganzen Tag in der Bibliothek aufzuhalten.

Ich hätte nie gedacht, dass ich es jemals schaffen würde mich in die Bibliothek zu setzen um tatsächlich zu lernen. Ich bin ja eher der zu Hause lernen Typ und bekomme Depressionen wenn ich mich einer so akademischen Location wie der Bibliothek aussetze... Aber hier ist das anders. Die Bibliothek ist so voll, dass man sich nicht so allein und verloren vorkommt. Jeder UCSB Student scheint momentan hier zu sein. Die Fahrradständer vor der Bib sind rund um die Uhr voll belegt und drinnen muss man schon fast Glück haben noch einen Sitzplatz zu finden!

Aber die Bibliotheken sind hier anders als in Deutschland. Hier muss man nicht leise sein. Es gibt natürlich auch die ruhigen Orte (5.-8. Stock) aber der Rest ist eher Group-Study-Bereich. Das heißt ich sitze mit Freunden an einem großen Tisch und wir lernen alle zusammen. Jeder hat sein Laptop und seine Bücher dabei, regelmäßige Pausen für Shopping Trips zum nahegelegenen überteuerten Unistore um Essen zu kaufen, facebook und skype lenken dabei immer wieder ab.

Aber es ist lustig so zu lernen. Ich stöpsel mir immer meinen Ipod in die Ohren und dreh die Musik voll auf, damit ich nicht mehr so abgelenkt werde und kann mich so dann eigentlich ganz gut konzentrieren. Vor allem wenn ich mir vorher noch einen Grande Latte bei Starbucks geholt hab. Das ist zwar immer eine große Herausforderung mit dem Kaffee in der Hand von IV mit dem Fahrrad in die Bib zu fahren, aber wenn man die Öffnungen im Deckel sorgfältig zuklebt geht das meist gut. Nur mit einfachem Kaffee funktioniert das nicht, oder vielleicht war der Becher einfach zu voll... Jedenfalls hab ich mir den Kaffe quasi komplett über meine Hose geschüttet...

Andere Mittel um sich zu konzentrieren sind Energy Drinks in Massen und bei vielen hier beliebt Adderall, ein Medikament gegen ADS. Ich hab bisher nichts davon ausprobiert und hoffe, dass ich das alles auch so schaffen werde.

Doch ich habe echt viel zu tun: Ich muss für zwei Finals lernen und dafür noch sehr viel lesen und ausßerdem muss ich noch 3 Paper für einen Kurs schreiben, weil ich das vorher nicht geschafft habe. Aber die Motivation ist hoch, da ich bisher nur gute Resultate bekommen habe. Besonders stolz bin ich auf ein Research Paper für meinen "Muliracial Identities" Kurs. Der Prof fand das so überragend, dass er mir ein A+/A darauf gegeben hat und groß outstanding darauf geschrieben hat. Zusätzlich hat er das Paper an den gesamten Kurs geschickt, als Beispiel wie man ein gutes Paper schreibt!

Auch die Präsentation die ich letzte Woche gehalten hab war sehr erfolgreich für mich. Wir hatten ein Gruppen-Research Projekt und haben Gender-Unterschiede in der Sport-Motivation erforscht. Ich habe ganz alleine den Fragebogen erstellt, die Fragebögen ausfüllen lassen und die ganzen Daten dann statistisch ausgewertet und Diagramme erstellt. Während der Präsentation hab ich dann ca 20min die Resultate vorgestellt, während die anderen Gruppenmitglieder nur ca 2min irgendwas vorgestellt haben. Das ist schon ein bisschen komisch, dass ich als nicht muttersprachlerin hier den Löwenanteil unseres Projekts bewältigen musste... Außerdem musste ich unser Research Paper dann noch layouten, weil ich mich geweigert habe das in dieser Form abzugeben. Ich weiß ja nicht was daran so schwer sein soll einfach mal den Blocksatz-Button anzuklicken??? Oder ein Deckblatt zu erstellen??? Geschweige denn Seitenzahlen einzufügen??? Als ich damit fertig war sah es dann jedenfalls gut aus ;-)

Naja, ich muss dann auch mal weiter lernen... hab mich genug abgelenkt ;-)